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Austria

Wien

 

Wien ist die Bundeshauptstadt und zugleich eines der neun Bundesländer Österreichs.

Die Stadt ist mit rund 1.680.000 Einwohnern die bevölkerungsreichste Stadt des Landes,

 im Großraum Wien lebt mit etwa zwei Millionen Menschen ein Viertel aller Österreicher.

Bezogen auf die Einwohnerzahl ist Wien die zehntgrößte Stadt der Europäischen Union.

Mit dem Büro der Vereinten Nationen in Wien (UNOV) ist die Stadt einer der vier offiziellen

Amtssitze der Vereinten Nationen. Weitere bedeutende internationale Organisationen mit

Sitz in Wien sind etwa die OPEC, die OSZE und die Internationale Atomenergie-Organisation

(IAEO). Die IAEO und die UNO haben einen eigenen Gebäudekomplex, die sogenannte

UNO-City im Zentrum eines Stadterweiterungsgebietes in der Nähe der Donau.

Die Stadt war jahrhundertelang kaiserliche Reichshaupt- und Residenzstadt der Habsburger

und entwickelte sich in dieser Zeit zu einem kulturellen und politischen Zentrum Europas.

Als vierte Stadt der Welt, nach London, New York und Paris, zählte Wien zwei Millionen

Einwohner. Nach Ende des Ersten Weltkrieges hat Wien allerdings rund ein Viertel der

damaligen Einwohnerschaft verloren. Die Altstadt Wiens, die nach wie vor von der

Habsburger Herrschaft zeugt, sowie das Schloss Schönbrunn wurden auf Antrag der

Republik Österreich von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannt. Der Stephansdom,

neben dem Riesenrad im Prater und vielen anderen Sehenswürdigkeiten eines der

Wahrzeichen Wiens, steht als eines der höchsten Bauwerke der Stadt und als

Metropolitankirche im Zentrum von Wien.

 

Geographie

 

Wien ist mit einer Fläche von 414,65 km² das kleinste Bundesland Österreichs.

Außerdem ist es das einzige Bundesland, das über keine Grenze zu einem

Nachbarstaat verfügt. Aufgrund seines Sonderstatus als Bundesland und Statutarstadt

zugleich verfügt Wien unter den Bundesländern über den größten Anteil von Verkehrs-

und Bauflächen gemessen an seiner Größe. 11,3 % der Gesamtfläche sind bebautes

Land, 11,1 % Straßenverkehrsflächen und 2,2 % Gleiskörper. Zugleich ist Wien

auch das Bundesland mit dem größten Anteil von Gartenflächen, die 28,4 % oder

117,76 km² ausmachen. Was Gewässer betrifft (4,6 % oder 19,1 km²), so verfügen

diese nur im Burgenland über einen größeren Anteil an der Gesamtfläche. Wien ist

auch eines von vier Bundesländern, die Weinbau betreiben. 1,7 % der Fläche werden

von Weingärten eingenommen. Waldflächen bedecken 16,6 % und landwirtschaftliche

 Nutzung kommt in Stadt und Land Wien auf 15,8 %.

 

Lage

 

Lage von Wien in Österreich
Lage von Wien in Österreich

Die Entwicklung zu einer der bedeutendsten und größten Städte Mitteleuropas verdankt

Wien unter anderem seiner günstigen geografischen Lage. Die Stadt liegt zwischen den

nordöstlichen Ausläufern der Alpen, im nordwestlichen Bereich des Wiener Beckens.

Die historische Stadt entstand ausschließlich südlich der Donau, heute erstreckt sich

das Stadtgebiet beiderseits des Flusses. Wien entstand an einem Kreuzungspunkt

alter Verkehrsstraßen in West-Ost- (Donau) und Nord-Süd-Richtung (Bernsteinstraße).

Die Donau ließ sich hier leicht durch- bzw. überqueren, da sich der Strom im

Wiener Becken auf zahlreiche Arme mit Inseln dazwischen aufteilte.

Seit dem Fall des Eisernen Vorhangs 1989 wachsen die Verkehrs- und wirtschaftlichen

Beziehungen zu den nördlichen und östlichen Nachbarstaaten Österreichs wieder deutlich.

Die geografische Nähe zum ehemaligen Ostblock macht sich wieder stark bemerkbar.

So liegt Wien beispielsweise nur 60 km von der slowakischen Hauptstadt Bratislava

entfernt; solch eine Nähe zweier Hauptstädte ist in Europa einmalig (abgesehen vom

Sonderfall Vatikan – Rom). Seit 21. Dezember 2007 – Ausdehnung des

Schengen-Raumes u.a. auf Tschechien, die Slowakei und Ungarn – können die

Staatsgrenzen Ostösterreichs erstmals seit November 1918 ohne Grenzkontrollen

und an jeder beliebigen Stelle überquert werden.

Landschaft

Vom Wiener Stadtgebiet ist nur ein relativ kleiner Anteil verbaut. Etwa die Hälfte

Wiens ist Grünland, größere Teile werden auch landwirtschaftlich genutzt.

Wien erstreckt sich von einer Seehöhe von 151 m in der Lobau bis zu 542 m,

die auf dem Hermannskogel erreicht wird. Hier, im Nordwesten, sowie im Westen

und Südwesten Wiens reicht der Wienerwald mit seinen Höhen (Leopoldsberg,

Kahlenberg) und Wäldern bis ins Stadtgebiet hinein. Die Donau tritt durch die

Wiener Pforte, eine Enge zwischen dem rechtsufrigen Leopoldsberg und dem

linksufrigen Bisamberg, nach Wien ein. Aus dem Wienerwald fließen außerdem

zahlreiche kleine Flüsse in die Stadt, der bekannteste davon ist die Wien.

Die Berge im Westen werden im Süden von den eiszeitlichen Terrassen

(Wienerberg und Laaer Berg) fortgesetzt. Dieses gesamte Gebiet wird zum

Weinbau genutzt, es bildet die Weinbauregion Wien.

Der Osten der Stadt ist geprägt von den flachen Gebieten des Marchfelds,

die der Landwirtschaft dienen, aber zunehmend verbaut werden. Im Südosten

finden sich die Donauauen, eine Landschaft entlang der Donau, die zum

Nationalpark erklärt wurde.

Angesichts der vorwiegenden Westwetterlage (wie bei vielen europäischen Städten)

sind die gehobenen Wohngegenden eher am westlichen Rand, wo unter anderem

die Luft noch sauberer ist, während die alten Industriegebiete eher am östlichen Rand

der Stadt situiert sind.

Stadtgliederung

Hauptartikel: Wiener Gemeindebezirke, siehe auch: Demografie Wiens

Wien wird heute in 23 Bezirke unterteilt. Die historische Altstadt, heute Großteil

des 1. Bezirks, war noch im Revolutionsjahr 1848 deckungsgleich mit dem Stadtgebiet.

Unter Kaiser Franz Joseph kam es 1850, 1890/1892 und 1904 zu drei großen

Stadterweiterungen. 1850 wurden die Vorstädte, die Gemeinden innerhalb des Linienwalls,

als 2. bis 8. (seit der Teilung des ursprünglichen 4. Bezirks in zwei Bezirke: 9.) in d

ie Stadt Wien einbezogen. Nach einem Beschluss von 1890, der am 1. Jänner 1892

in Kraft trat, wurden die Außenbezirke am rechten Donauufer, damals Vororte genannt,

obwohl teils selbst bereits städtische Viertel, eingemeindet; damit besaß Wien nun

19 Bezirke. 1900 wurde der nördliche Teil des 2. Bezirks zum 20. Bezirk. Bei der

dritten großen Erweiterung, 1904, wurden weite Gebiete am linken Donauufer um

Floridsdorf und Kagran als 21. Bezirk eingemeindet. Die neuen Stadtgrenzen

galten nun bis 1938.

Eine Vervierfachung seines Stadtgebietes erlebte Wien zur Zeit des Nationalsozialismus, a

ls man Groß-Wien schuf. Diese Entscheidung wurde 1946 (in Kraft getreten 1954)

größtenteils wieder rückgängig gemacht; Stammersdorf, Eßling, Unterlaa, Oberlaa, die

Ortschaften des heutigen 23. Bezirks (Liesing), der Lainzer Tiergarten und

Hadersdorf-Weidlingau blieben aber bei Wien. Die linksufrigen Gebiete wurden zwischen

21. und 22. Bezirk aufgeteilt. Seit 1954 sind die Stadtgrenzen unverändert.

In den meisten Bezirken sind für die einzelnen Bezirksteile noch die Namen der früher

selbständigen Ortschaften erhalten, aus deren Wappen sich auch die Bezirkswappen z

usammensetzen. Einige Dörfer und Siedlungen aus früheren Epochen existieren heute j

edoch nicht mehr (siehe Liste der Wüstungen in Wien). Viele Grätzl bzw. Stadtteile

sind auf die eingemeindeten Vorstädte und Vororte zurückzuführen, andere wiederum

sind durch Wohnbauinitiativen der letzten Jahrzehnte neu entstanden oder werden

geographisch klar von anderen Gebieten abgegrenzt.

Bei der Festlegung der Bezirksgrenzen versuchte man, diese markant entlang

wichtiger Straßen oder Flüsse zu setzen, wenngleich hierdurch einige ehemalige

Gemeinden geteilt wurden. Die Innenbezirke 1 und 3 bis 9 werden durch den Gürtel

von den Außenbezirken abgegrenzt. Donaukanal und Donau trennen die

Bezirke 2 und 20 von allen anderen; die Bezirke 21 und 22 liegen als einzige am

linken Donauufer. Auch der Wienfluss ist während seines gesamten Verlaufes

durch die Stadt stets Bezirksgrenze.

Das Stadtgebiet wird in die 89 Wiener Katastralgemeinden gegliedert, deren

Grenzverlauf meist nicht mit jenem der Gemeindebezirke übereinstimmt. Zu

Zwecken der amtlichen Statistik ist Wien in 1.364 Zählsprengel in

246 Zählbezirken geteilt. Die Stadt besteht außerdem aus zwölf Gerichtsbezirken

und die Nationalratswahlordnung sieht eine Unterteilung des Landeswahlkreises

Wien in sieben Regionalwahlkreise vor.

Bezirke von Wien
Bezirke von Wien
Gemeindebezirke

Klima

Klimadiagramm von Wien
Klimadiagramm von Wien

Das Wiener Klima bildet ein Übergangsklima mit ozeanischen Einflüssen aus

dem Westen und kontinentalen Einflüssen aus dem Osten. Dies macht sich im

Jahresvergleich durch meist stark schwankende Messergebnisse bemerkbar.

Insgesamt hat Wien meist nur geringere Niederschlagsmengen und längere

Trockenperioden zu verzeichnen. Die Winter sind im Vergleich zu anderen

Teilen Österreichs eher mild. Die mittlere Lufttemperatur beträgt im 30-jährigen

Mittel im Stadtzentrum durchschnittlich 11,4 °C, in den Außenbezirken (ZAMG

Wetterstation Hohe Warte) 10,2 °C. Die mittlere Niederschlagsmenge liegt bei

rund 600 mm, wobei im Westen der Stadt im Durchschnitt 741,5 mm gemessen

werden im Osten hingegen nur 514,5 mm. 60 Sommertagen stehen rund

70 Frosttage gegenüber. In Wien befindet sich der Sitz der

Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik, kurz ZAMG.

 

Geschichte

 

Hauptartikel: Geschichte Wiens

 

Die Anfänge der städtischen Geschichtsschreibung gehen auf das 13. Jahrhundert mit der Stadtchronik

von Jans dem Enikel zurück.

 

Urgeschichte, Römerzeit, Mittelalter

Römische Ausgrabungen am Michaelerplatz
Römische Ausgrabungen am Michaelerplatz

Archäologische Funde zeigen, dass schon während der Altsteinzeit Menschen das

Gebiet begangen haben und dass ab der Jungsteinzeit das Wiener Becken kontinuierlich

besiedelt war. Von der bronzezeitlichen Urnenfelderkultur zeugen in Wien etliche

Brandgräber aber auch Siedlungsspuren. Die ältere eisenzeitliche Hallstattkultur ist in

Wien u. a. durch einen noch immer gut sichtbaren Grabhügel und Siedlungsreste v

ertreten. Aus keltischer Zeit wissen wir von einem Oppidum auf dem Leopoldsberg

und einer keltischen Siedlung mit dem Namen Vedunia („Waldbach“).

Im 1. Jahrhundert n. Chr. legten die Römer an der Stelle des heutigen Wiener

Stadtzentrums nahe der Donau ein Militärlager (castrum) mit der angeschlossenen

Zivilstadt Vindobona (im heutigen 3. Gemeindebezirk) zur Grenzsicherung der

Provinz Pannonien an. Noch heute kann man an den Straßenzügen

des 1. Bezirks (Innere Stadt), den Mauerverlauf und die Straßen des Lagers

erkennen. Die Römer blieben bis ins 5. Jahrhundert. Das römische Legionslager

lag weit im Osten des weströmischen Reiches und fiel daher den Wirren der

germanischen Völkerwanderung rasch zum Opfer.

Zentrum des frühmittelalterlichen Wien war der Berghof, ein Wirtschaftshof für

den Weinbau. Die erste urkundliche Erwähnung im Mittelalter erfolgte 881 in

den Salzburger Annalen, wo apud Weniam eine Schlacht gegen die Magyaren

stattfand, wobei unklar ist, ob es sich um die Stadt oder um den Wienfluss handelt.

Mit dem Sieg des ostfränkischen Königs Otto I. über die Magyaren im Jahr 955

in der Schlacht auf dem Lechfeld begann der Aufstieg Wiens wie auch Österreichs.

Im Jahre 976 wurde unter den Babenbergern die Markgrafschaft Ostarrichi eingerichtet,

auf deren Gebiet, an der Grenze zu Ungarn, auch Wien lag. Bereits im 11. Jahrhundert

war Wien ein wichtiger Handelsort, 1155 machte Heinrich Jasomirgott Wien zu seiner

Hauptstadt. Nur ein Jahr später wurde Österreich mit dem Privilegium Minus zum

Herzogtum erhoben und Wien damit Residenz des Herzogs.

Nach Beendigung des Dritten Kreuzzuges,wurde der englische König Richard Löwenherz

bei seiner Rückreise nach England von Markgraf Leopold V. dem Tugendreichen 1192

in Erdberg bei Wien (heute im 3. Bezirk) gefangen genommen und in Dürnstein

gefangengehalten. Mit dem üppigen Lösegeld wurde eine Münzprägestätte eingerichtet

und die erste große Stadterweiterung finanziert. 1221 bekam Wien als zweite Stadt im

Herzogtum Österreich nach Enns (1212) das Stadt- und Stapelrecht verliehen. Letzteres

bedeutete, dass Kaufleute, die durch Wien zogen, in der Stadt ihre Waren zum Verkauf

anbieten mussten. Dies ermöglichte den Wienern den Zwischenhandel, sodass Wien

bald weitreichende Handelsbeziehungen, insbesondere entlang der Donau und nach

Venedig unterhielt und als eine der bedeutendsten Städte des Reichsgebiets galt.

Habsburger

Rudolf IV., der Stifter – er prägte maßgeblich die Stadt
Rudolf IV., der Stifter – er prägte maßgeblich die Stadt
Wien in der Schedelschen Weltchronik, 1493
Wien in der Schedelschen Weltchronik, 1493

Mit dem Sieg Rudolfs I. 1278 über Ottokar II. von Böhmen begann die Herrschaft

der Habsburger in Österreich. Unter den Luxemburgern wurde Prag zur kaiserlichen

Residenzstadt, in deren Schatten Wien stand. Die frühen Habsburger versuchten, die

Stadt auszubauen, um Schritt zu halten.

Große Verdienste erwarb sich Rudolf IV., der durch eine kluge Wirtschaftspolitik den

Wohlstand hob. Zwei Entscheidungen haben ihm den Beinamen der Stifter eingetragen:

die Gründung der Universität Wien 1365 (Vorbild war Prag) und der Bau des gotischen

Langhauses von St. Stephan. Die folgende Zeit der Erbstreitigkeiten unter den Habsburgern

brachte nicht nur viele Wirren, sondern auch einen wirtschaftlichen Niedergang.

1438 wurde Wien nach der Wahl Herzog Albrechts V. zum römisch-deutschen König

(Albrecht II.) Residenzstadt des Heiligen Römischen Reiches; mit dem Namen Albrecht

ist allerdings auch die erste große Vertreibung und Ermordung der Wiener Juden

von 1421/22 verbunden. 1469 wurde die aufstrebende Stadt zum Bischofssitz und damit

der St. Stephan zur Kathedrale. In der Ära des schwachen Friedrich III. war Wien immer

auf der Seite seiner Gegner, da er den Landfrieden gegen umherziehende Söldnerbanden

nicht gewährleisten konnte. 1556 schließlich wurde Wien endgültig Sitz des Kaisers,

nachdem Ungarn und Böhmen zum Herrschaftsbereich der Habsburger hinzugekommen

waren.

Ab 1551 begann die Zeit der Rekatholisierung der Stadt, die durch die Lehre des

Martin Luther ziemlich rasch protestantisch geworden war. König Ferdinand I. holte die

Jesuiten nach Wien, die daraufhin großen Einfluss im Volk erlangten. Die Jesuiten

gründeten ein Kollegium, ihnen wurde die Universität Wien übertragen, sie übten

die Bücherzensur aus, womit die Stadt zum Ausgangspunkt der Gegenreformation im

Heiligen Römischen Reich wurde. Deren wichtigster Repräsentant war Melchior Khlesl,

der Bischof von Wien um 1600. Der Glaubenskrieg führte zu brutaler Enteignung und

Vertreibung, sodass nach 1640 kaum noch Protestanten in Wien und Österreich lebten.

Stadtbelagerungen durch die Türken

Die Entsatzschlacht am Kahlenberg 1683 während der zweiten Türkenbelagerung
Die Entsatzschlacht am Kahlenberg 1683 während der zweiten Türkenbelagerung

Hauptartikel: Erste Wiener Türkenbelagerung und Zweite Wiener Türkenbelagerung,

(allgemein Türkenkriege)

Im Jahre 1529 wurde Wien das erste Mal von den Türken erfolglos belagert.

Die Grenze zwischen dem habsburgischen und dem osmanischen Teil Ungarns

verlief fast zweihundert Jahre lang nur etwa 150 km östlich der Stadt, was ihre

Entwicklung ziemlich einschränkte. Immerhin erhielt Wien nunmehr moderne

Befestigungsanlagen.

Diese Befestigungsbauten, die bis ins 17. Jahrhundert hinein den Hauptteil der

Bautätigkeit ausmachten, sollten sich 1683 bei der Zweiten Türkenbelagerung

bewähren, denn sie schützten die Stadt zwei Monate lang, bis die türkische Armee

wegen des Eintreffens des vom Polenkönig Jan Sobieski angeführten Entsatzheeres

die Belagerung Wiens beenden musste. Dies war der Beginn des endgültigen

Zurückdrängens des Osmanischen Reiches aus Mitteleuropa.

Glanzzeit von Barock und Klassizismus

Das barocke Wien: Blick vom Schloss Belvedere (Gemälde von Canaletto, 1758)
Das barocke Wien: Blick vom Schloss Belvedere (Gemälde von Canaletto, 1758)

In der Folge setzte rege Bautätigkeit ein, die Stadt blühte auf. Im Zuge des Wiederaufbaus

wurde Wien weitgehend barockisiert (Vienna gloriosa). Zahlreiche Adelspalais wurden

gebaut; dies ist vor allem mit den Namen der Architekten Johann Bernhard Fischer von Erlach

 

und Johann Lukas von Hildebrandt verbunden. Rege Bautätigkeit gab es aber auch außerhalb

der Stadtmauern. Seit 1704 hatten die Vorstädte ihr eigenes, großzügig angelegtes Befestigungssystem,

 

den Linienwall, etwa im Verlauf der heutigen Gürtelstraße.

Nach den Einschnitten durch die großen Pestepidemien von 1679 und 1713 wuchs die Bevölkerung

ständig. Zu dieser Zeit wurden auch die ersten Manufakturen gegründet, die erste in der

Leopoldstadt. Es entwickelten sich Kanalisation und Straßenreinigung, was die hygienischen

Verhältnisse verbesserte.

Mit dem Aufblühen der Stadt entwickelte sich Wien bald zu einem wichtigen europäischen

Kulturzentrum, gipfelnd in der Musik der Wiener Klassik (Haydn, Mozart, Beethoven, Schubert).

Die Kaiserstadt zwischen Konservatismus und Avantgarde

Unter der Herrschaft von Kaiser Franz Joseph I. erlebte Wien eine beispiellose Blütezeit der Kunst, Kultur und Architektur
Unter der Herrschaft von Kaiser Franz Joseph I. erlebte Wien eine beispiellose Blütezeit der Kunst, Kultur und Architektur
„Alt-Wien“ muss weichen. Historistische Zinshäuser (hier im Hintergrund) ersetzen den Dorfcharakter der ehemaligen Vorstädte.
Alt-Wien“ muss weichen. Historistische Zinshäuser (hier im Hintergrund) ersetzen den Dorfcharakter der ehemaligen Vorstädte.
Ringstraße mit Parlament (1900)
Ringstraße mit Parlament (1900)
Ball im Wiener Rathaus mit Bürgermeister Karl Lueger
Ball im Wiener Rathaus mit Bürgermeister Karl Lueger

In den Koalitionskriegen wurde Wien zweimal von Napoléons Truppen eingenommen,

1805 und 1809. 1804 wurde es die Hauptstadt eines neuen Staates – des Kaisertums Österreich.

1806 wurde in Wien das Erlöschen des Heiligen Römischen Reiches deutscher Nation verkündet.

Nach dem Sieg über Napoléon fand 1814/15 der Wiener Kongress statt, der die politischen

Verhältnisse in Europa neu ordnete.

Die folgende Epoche des Vormärz ist durch rigide politische Repression, aber auch durch

die aufblühende Biedermeier-Kultur charakterisiert. In dieser Epoche setzte zudem die

Industrialisierung ein – 1837 wurde die erste Eisenbahnstrecke eröffnet (Nordbahn).

Die französische Februarrevolution 1848 wirkte sich auch in Wien aus. Am 13. März brach

zunächst die Märzrevolution aus, die Staatskanzler Metternich sehr bald zum Rücktritt

zwang, am 6. Oktober dann die Wiener Oktoberrevolution. Letztlich siegte kaiserliches

Militär gegen die Demokraten: Der den Bürgern aus Frankfurt am Main zu Hilfe

gekommene Demokrat Robert Blum wurde in der Brigittenau exekutiert.

1850 wurde die Stadt erweitert, indem die „Vorstädte“ innerhalb des Linienwalls und die

auf Donauinseln gelegene Leopoldstadt eingemeindet wurden. Ab 1858 wurden die

Stadtmauern um die Altstadt geschleift und an ihrer Stelle die Ringstraße gebaut, die

mit Monumentalbauten gesäumt wurde. Vom Ringstraßenstil (Historismus) ist Wien

architektonisch entscheidend geprägt. Diese Zeit gipfelte in der Weltausstellung 1873;

mit dem während der Ausstellung erfolgten großen Börsenkrach ging die Gründerzeit zu Ende.

 

Nach der großen Überschwemmung von 1830 hatte es immer wieder Überlegungen zu

einer Donauregulierung gegeben, diese wurde 1868 bis 1875 durchgeführt. Die vielen verästelten

 

Seitenarme der Donau wurden abgegraben und ein schnurgerader Hauptstrom abseits der

Stadt geschaffen. Der Arm, der zur inneren Stadt führte, wurde in verengter Form belassen,

er trägt den Namen Donaukanal.

Mit Beginn der Industrialisierung in Wien Mitte des 19. Jahrhunderts erlebte die Stadt einen

enormen Bevölkerungszuwachs. Die Einwohnerzahl erreichte um 1870 eine Million und

1910 zwei Millionen. Die dörflich geprägte, „Alt-Wiener“ Bauweise außerhalb des Rings,

wurde nach einem Stadtentwicklungsplan durch vier- bis sechsgeschossige Wohn- und

Geschäftshäuser ersetzt. Damit einher gingen große gesellschaftliche Umbrüche.

Mit Entstehung einer großen Arbeiterschicht und Armut in weiten Teilen der Bevölkerung

erstarkte die Sozialdemokratie. Die große Unterschicht teilte sich oft kleine Wohnungen

untereinander und mit „Bettgehern“ auf.

Bekanntester Bürgermeister der Kaiserzeit ist Karl Lueger, ein charismatischer

Christlichsozialer, der 1897–1910 amtierte und sowohl für sinnvolle kommunale Reformen

als auch für einen rabiaten Antisemitismus bekannt ist.

Zu dieser Zeit erlebte die Stadt auch ihren letzten kulturellen Höhepunkt in der Wiener Moderne.

Dies ist nicht zuletzt mit der Künstlervereinigung Secession verbunden, die Wien zu einem

Zentrum des Jugendstils machte. In der Musik entstand die Zweite Wiener Schule. Inmitten

dieser fruchtbaren kulturellen Atmosphäre wurde von Sigmund Freud die Psychoanalyse

begründet.

Erster Weltkrieg und Erste Republik

Der Erste Weltkrieg führte zwar nicht zu einer unmittelbaren Bedrohung Wiens, jedoch

mit zunehmender Kriegsdauer zu einer verheerenden Versorgungskrise. Das Ende

des „großen Krieges” war auch das Ende Österreich-Ungarns. Am 30. Oktober 1918

entstand der neue Staat Deutschösterreich (ab Oktober 1919 Republik Österreich genannt).

Am 11. November gab Kaiser Karl I. eine Verzichtserklärung ab und verließ am gleichen

Tag Schloss Schönbrunn und damit Wien; am 12. November 1918 wurde vor dem

Parlamentsgebäude in Wien die Republik ausgerufen.

Am 1. Jänner 1922 wurde Wien von Niederösterreich getrennt und bildet seither ein

eigenes Bundesland. Einer der Gründe war (neben der befürchteten Dominanz

Niederösterreichs im neuen Kleinstaat) die Differenz zwischen sozialdemokratischer

Stadt- und christlichsozialer Landesregierung.

Der Karl-Marx-Hof ist ein Paradebeispiel des sozialen Wohnbaus des „Roten Wiens“ der 1920er Jahre
Der Karl-Marx-Hof ist ein Paradebeispiel des sozialen Wohnbaus des „Roten Wiens“ der 1920er Jahre

Die Politik der Stadtregierung dieser Zeit („Rotes Wien“) wurde international als Pionierleistung

 

anerkannt. Es wurde ein dichtes Netz an Sozialeinrichtungen und den Arbeitern in „Gemeindebauten

(kommunalen Wohnbauten) Wohnraum in großem Stil geschaffen.

 

Für die wirtschaftliche und politische Instabilität der Ersten Republik war Wien die „Bühne“.

Hier wurden im Parlament, in den Medien, in den politischen Organisationen und auch bei

vielen Demonstrationen die politischen Entscheidungen der konservativen Regierung angegriffen

bzw. verteidigt. Der Brand des Justizpalastes am 15. Juli 1927, bei dem es zu schweren

Zusammenstößen zwischen Polizei und Demonstranten mit insgesamt 94 Todesopfern

kam, war ein Zeichen beginnender Radikalisierung. Der Kampf der beiden großen politischen

Lager kulminierte 1934 im „Februaraufstand“ der Sozialdemokraten (so die Regierungsversion)

bzw. im „Bürgerkrieg, bei dem die Regierung das Militär gegen das Volk einsetzte“

(sozialdemokratische Lesart). Es folgte für vier Jahre die klerikale, halbfaschistische Diktatur

 

des Ständestaates, der Wien zur „bundesunmittelbaren Stadt“ erklärte und seine demokratische

Stadtverwaltung des Amtes enthob.

 

Am 12. März 1938 ließ Adolf Hitler, 1933 zum Reichskanzler bestellt, die deutsche Wehrmacht

in Österreich einmarschieren, um hier die austrofaschistische Diktatur durch die NS-Herrschaft

zu ersetzen.

Wien zur Zeit des Nationalsozialismus und des Zweiten Weltkrieges

Unmittelbar nach dem deutschen Einmarsch (1938) begannen „arische“ Wiener jüdische Wiener

zu bedrohen, zu quälen, zu berauben, und die SS begann sie aus ihren Wohnungen zu werfen.

Von den knapp 200.000 jüdischen Wienern wurden rund 120.000 beraubt und in die Emigration

getrieben (bekanntester Flüchtling war Sigmund Freud), etwa 60.000 wurden ermordet.

 

Die Wiener Stadtverwaltung wurde nach nationalsozialistischem Muster neu geordnet, durch

Eingemeindungen entstand Groß-Wien mit dreifacher Fläche als eigener Reichsgau. 1941

 

feierte die NS-Stadtverwaltung groß ein Mozart-Jahr zum 150. Todestag des deutschen

Komponisten.

Ab dem 17. März 1944 erfolgten Luftangriffe auf Wien. Dabei wurde rund ein Fünftel der

Stadt zerstört. Nicht durch Kampfhandlungen, aber im Gefolge einer Plünderung geriet

auch der Stephansdom in Brand, der zuvor den Luftkrieg ohne Bombentreffer überstanden

hatte. Im April 1945 kam es zur achttägigen Schlacht um Wien, die mit der Niederlage

der NS-Truppen und der Besetzung durch die aus Ungarn vorgerückte Rote Armee endete.

Besatzung, Zweite Republik, Wiederaufbau

Wenige Tage nach dem Ende der Kämpfe des Zweiten Weltkriegs im Raum Wien sorgte

die Sowjetarmee für den Aufbau einer neuen Stadtverwaltung. Auch politische Parteien

formierten sich wieder. Erst im Herbst 1945 ließen die Sowjets auch Militärkontingente

der anderen drei Alliierten, USA, Großbritannien und Frankreich, nach Wien; es blieb

dann bis 1955 Viersektorenstadt. Im 1. Bezirk, der keiner der vier Besatzungsmächte

fix zugeteilt war, wechselte die Besatzung jeden Monat.

Auf dem Schwarzenbergplatz, der 1945–1956 Stalinplatz hieß, errichtete die Rote Armee

1945 das als Befreiungsdenkmal, Heldendenkmal oder Denkmal der Roten Armee

bezeichnete Monument. Es wurde am 19. August 1945 enthüllt und wird seither von

der Stadtverwaltung instandgehalten. Seine Bestandsgarantie ist im Staatsvertrag vereinbart.

 

Nach dem Krieg erfolgte in Wien, wie überall im Land und in Westeuropa, ein beispielloser

Wirtschaftsaufschwung, an dem der Marshall-Plan ganz wesentlichen Anteil hatte. Mit

 

dem 4. Lohn-Preis-Abkommen der Sozialpartner unzufriedene, kommunistisch dominierte

Arbeiter führten 1950 den Oktoberstreik bzw. kommunistischen Putschversuch durch.

Sie blieben durch das Eingreifen der sozialdemokratisch dominierten Bauarbeitergewerkschaft

erfolglos.

Am 15. Mai 1955 erlangte Österreich mit dem Österreichischen Staatsvertrag die volle

Freiheit zurück. Die Besatzungstruppen zogen bis Herbst 1955 ab.

Vom Ungarnaufstand zur Gegenwart

Das moderne Wien: Blick auf das Vienna International Centre an der Donau, dritter Sitz der Vereinten Nationen
Das moderne Wien: Blick auf das Vienna International Centre an der Donau, dritter Sitz der Vereinten Nationen

Im Herbst 1956 nahm Wien viele Ungarn auf, die nach dem gescheiterten Aufstand gegen

das kommunistische Regime nach Westen geflohen waren. Ebenso wurden 1968 viele

Tschechen und Slowaken aufgenommen, die nach dem gewaltsamen Ende des

Prager Frühlings die CSSR verlassen hatten. Erst vom November 1989 an wurde

Wien wieder selbstverständliches Reiseziel für die Bürger dieser Länder.

1957 nahm – als erste internationale Organisation nach 1945 – die Internationale

Atomenergieorganisation (IAEO) ihren Sitz in der Stadt. Seit 1965 ist Wien auch

der Sitz der OPEC. 1961 fand in Wien ein Gipfeltreffen zwischen dem

US-Präsidenten John F. Kennedy und dem Sowjetführer Nikita Sergejewitsch Chruschtschow

statt. 1980 wurde die UNO-City (der dritte Amtssitz der Vereinten Nationen) in Wien eröffnet.

All dies trug zur Positionierung Wiens als Stadt der Kongresse und der Vermittlung in

Konfliktsituationen bei.

1964 fand auf dem Gelände eines früheren Mistplatzes am linken Donauufer die „wig '64“,

die Wiener Internationale Gartenschau, statt – mit dem Donauturm als neuem Wahrzeichen.

1986 wurde die an Stelle des alten Überschwemmungsgebiets neben dem Donaustrom

gegrabene Neue Donau fertiggestellt, ebenso die zwischen den beiden Gewässern

entstandene Donauinsel, die sich zu einem beliebten Erholungsgebiet entwickelte.

Gegen Ende des 20. Jahrhunderts wurde beiderseits der Donau eine neue Skyline mit

einem Hochhausviertel geschaffen.

Ein wesentlicher Impuls für die Infrastruktur der Stadt war der Bau einer modernen U-Bahn,

die die aus der Zeit um 1900 stammende (und von Anfang an ungenügende) Stadtbahn

ersetzen und neue Stadtviertel erschließen sollte. 1978 wurde die erste Teilstrecke der U1

eröffnet.

Heute wird Wien in internationalen Rangreihungen unter die Städte mit der besten

Lebensqualität weltweit gezählt.[2] Dazu tragen der hohe Grünanteil am Stadtgebiet

(ca. 50 %), die vergleichsweise sehr gute ökologische Qualität der Stadt, die hohe

soziale und polizeiliche Sicherheit, das erstklassige Gesundheitswesen, das hoch

entwickelte Bildungswesen, die Dichte an kulturellen Einrichtungen, die effiziente öffentliche

Verwaltung, die Freizeitqualität Wiens und das dichte Netz öffentlicher Verkehrsmittel

wesentlich bei.

 

Bevölkerung

 

Hauptartikel: Demografie Wiens

Bevölkerungsentwicklung

Bevölkerungsentwicklung in Wien seit 1869.
Bevölkerungsentwicklung in Wien seit 1869.

Zu Beginn des Ersten Weltkrieges zählte Wien rund 2,1 Millionen Einwohner und war

somit die viertgrößte Stadt der Welt. Nach dem Ersten Weltkrieg hatte Wien rund

200.000 Einwohner weniger als zuvor. Die Jahre als Hauptstadt eines Vielvölkerstaates

haben Wien jedoch nachhaltig geprägt. Nach wie vor ist die Stadt ein Schmelztiegel

von Menschen unterschiedlicher Herkunft, Kultur und Religion.

Seit den 50er-Jahren machen sich mehrere Siedlungstrends in der Agglomeration

Wien bemerkbar. Einerseits war fast die gesamte Region von großen Geburtendefiziten

geplagt, andererseits konnte großer Zuzug von Außen – andere Bundesländer sowie

das Ausland – Wien und seine Umlandgemeinden in den meisten Fällen vor einem

Rückgang schützen.

Die Einwohnerzahl sank bis 1987 auf 1.484.885 Personen, dem tiefsten Einwohnerstand

seit 1890. Seither steigt die Einwohnerzahl wieder und soll bis etwa 2030 oder 2050

erneut die Zwei-Millionen-Einwohner-Grenze erreichen. Verantwortlich dafür ist die

Zuwanderung aus dem In- und Ausland. Anfang 2007 lebten in Wien rund 1,7 Millionen

Menschen, davon wurden etwa 24 % nicht in Österreich geboren. 16 % der Wiener

Wohnbevölkerung sind keine österreichischen Staatsbürger. Etwa 48.000 Menschen

türkischer Herkunft und rund 120.000 Personen aus den ehemals jugoslawischen Ländern

stellen in Wien mit Abstand die größten Volksgruppen (50 %) unter der ausländischen

Bevölkerung dar.

Religion

Der Stadttempel ist die älteste erhaltene Synagoge Wiens und Zentrum der israelitischen Kultusgemeinde
Der Stadttempel ist die älteste erhaltene Synagoge Wiens und Zentrum der israelitischen Kultusgemeinde

Die Stadt ist Sitz der römisch-katholischen Erzdiözese Wien; Erzbischof ist

Kardinal Christoph Schönborn. Die römisch-katholische Gemeinde ist die größte

Glaubensgemeinschaft Wiens, verliert jedoch stetig an Mitgliedern. Heute gehören

nur 49 % der römisch-katholischen Kirche an, 1961 noch 82 %.

Zweitgrößte Glaubensgemeinschaft ist die Islamische Glaubensgemeinschaft, deren

Österreich-Chef, Anas Schakfeh, ebenfalls in Wien seinen Sitz hat. In den letzten

Jahrzehnten kamen viele islamischgläubige Zuwanderer nach Wien; der Islam ist

in Österreich seit 1912 anerkanntes Religionsbekenntnis (damals gehörten die

muslimischen Bosnier zu Österreich-Ungarn).

Drittgrößte Glaubensgemeinschaft in Wien sind die Orthodoxen Kirchen.

Die Russisch-Orthodoxe Kathedrale der Eparchie Österreich befindet sich in Wien-Landstraße.

Wien ist Sitz der Evangelischen Zentralbehörde, des Evangelischen Oberkirchenrates

AB in Österreich (Evangelischen Kirche – Augsburger Bekenntnis) mit Bischof Michael Bünker

an der Spitze, und Sitz des Oberkirchenrates HB (Evangelischen Kirche – Helvetisches Bekenntnis),

der der Landessuperintendent HB Thomas Hennefeld vorsteht.

Die Israelitische Kultusgemeinde Wien wird von Ariel Muzicant als Präsident und

Paul Chaim Eisenberg als Großrabbiner geleitet. Bis 1938 eine der größten jüdischen

Gemeinden Europas, zählt sie heute rund 7000 Mitglieder. Siehe auch: Jüdisches Leben in Wien.

 

Die Religionszugehörigkeit der Wiener Wohnbevölkerung setzt sich laut Volkszählung 2001

wie folgt zusammen:

römisch-katholisch:49,2 %
ohne Bekenntnis:25,6 %
islamisch:7,8 %
orthodox:6,0 %
evangelisch:4,7 %
altkatholisch:0,5 %
jüdisch:0,5 %
Sonstige bzw. keine Angabe:5,7 %

Söhne und Töchter der Stadt

Hauptartikel: Liste der Wiener Persönlichkeiten und Liste der Ehrenbürger von Wien

 

Kultur

 

Von internationaler Bedeutung ist das Wiener Musikschaffen, das bis heute von prominenten

Komponisten und Musikern geprägt ist. Der Wiener Walzer, die Wiener Sängerknaben,

musikalische Großveranstaltungen wie das Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker

oder der Wiener Opernball, aber auch die Opern- und Theatergebäude sind weltweit bekannt.

Berühmt ist Wien auch für seine Literatur, Kaffeehauskultur und Küche. Wichtige Strömungen

bzw. Zirkel waren oder sind etwa die Wiener Klassik, die Wiener Schule (Musik),

die Zweite Wiener Schule der Musik; der Wiener Kreis der Philosophie, die Wiener Gruppe

der Literatur, die Wiener Schule des Phantastischen Realismus in der Malerei,

die Österreichische Schule der Wirtschaftstheorie. Europaweit wird die Zeit um 1900 als

 

Wiener Moderne bezeichnet und trägt damit der damaligen kulturellen, künstlerischen und

wissenschaftlichen Vormachtstellung Wiens Rechnung. In der Spanischen Hofreitschule

werden Vorstellungen der Hohen Schule der Reitkunst der Lipizzaner gezeigt.

 

Kunst

Musik

Goldener Saal des Musikvereinsgebäudes, in dem das Neujahrskonzert stattfindet
Goldener Saal des Musikvereinsgebäudes, in dem das Neujahrskonzert stattfindet

Wien gilt als Welthauptstadt der Musik. In Wien arbeiteten im Laufe der Jahrhunderte Komponisten

von Weltruhm. Die bekanntesten Vertreter sind jene der Wiener Klassik (ca. 1780–1827)

Joseph Haydn, Wolfgang Amadeus Mozart, Ludwig van Beethoven, später wirkten

Franz Schubert, Franz Liszt, Johannes Brahms, Johann Strauß (Vater), Johann Strauß (Sohn),

Franz Lehar, Joseph Lanner, Anton Bruckner, Gustav Mahler, sowie zu Beginn des

20. Jahrhunderts die Mitglieder der Zweiten Wiener Schule (Arnold Schönberg,

Anton Webern, Alban Berg) und Ernst Krenek.

Mit den Wiener Philharmonikern, die sich aus Mitgliedern des Staatsopernorchesters

rekrutieren, residiert in Wien das 2006 von Fachjournalisten zum besten Orchester

Europas gekürte Ensemble.

Das Wienerlied als eigene Musikgattung stand und steht auch heute noch in Wechselwirkung

mit anderen Musikstilen.

Um die Jahrtausendwende sorgten unter anderem Musiker und Musikproduzenten aus dem

Bereich der elektronischen Musik für internationale Bekanntheit, Wien galt als heimliche

Hauptstadt des Downbeat. Beispiele hierfür sind Kruder & Dorfmeister oder Makossa.

Junge Musiklabels wie Cheap Records oder Couch Records bringen immer wieder Musiker

hervor, die auch im Ausland Anerkennung erlangen, wie etwa die junge Sängerin Madita.

Auch in der Popmusik gibt es einige namhafte Interpreten aus Wien, wie zum Beispiel

Rainhard Fendrich und Georg Danzer, aber auch junge Künstler wie Valérie Sajdik oder

Manuel Rubey. Der international wohl bekannteste Wiener Künstler dieses Genres ist Falco,

der mit dem Lied „Rock Me Amadeus” im Jahre 1986 auf Platz 1 der amerikanischen

Billboard Hot 100 zu finden war.

Theater und Oper

Wiener Staatsoper, wo der alljährliche Opernball stattfindet
Wiener Staatsoper, wo der alljährliche Opernball stattfindet
Das Burgtheater ist eine der renommiertesten deutschsprachigen Bühnen
Das Burgtheater ist eine der renommiertesten deutschsprachigen Bühnen

Kunst und Kultur können in Wien im Bereich von Theater, Oper oder auch Bildender Kunst

auf eine sehr lange Tradition zurückblicken.
Neben dem Burgtheater, das zusammen mit seiner Zweitbühne, dem Akademietheater, als

eines der wichtigsten Schauspielhäuser der Welt gilt, sind auch das Volkstheater sowie das

Theater in der Josefstadt namhafte Sprechtheater. Daneben gibt es noch eine Vielzahl

kleinerer Bühnen, die den großen in puncto Qualität zuweilen um nichts nachstehen und

sich oft moderneren, experimentellen Stücken oder dem Kabarett und der Kleinkunst

verschrieben haben. Seit 2000 wird in Wien mit dem Nestroy-Theaterpreis der wichtigste

Theaterpreis im deutschsprachigen Raum verliehen.
Die Staatsoper und die Volksoper bieten für jeden Geschmack etwas, wobei sich Letztere

besonders der typisch wienerischen Operette, aber auch dem klassischen Musical

verpflichtet fühlt.
Konzerte mit klassischer Musik finden unter anderem im Wiener Musikverein (mit dem

berühmten goldenen Saal) und im Wiener Konzerthaus statt.

Das Theater an der Wien glänzte in den letzten Jahren mit Musical-Uraufführungen.

Mit Abstand am erfolgreichsten war das Musical Elisabeth, das danach in der ganzen

Welt in mehreren Sprachen aufgeführt wurde. Das Haus, in dem Beethovens Oper Fidelio

uraufgeführt wurde, ist seit 2006 aber wieder ausschließlich Opernhaus.
Mit dem Haus der Musik hat Wien seit 2000 auch ein Klangmuseum für Kinder und Erwachsene.
Das Marionettentheater Schloss Schönbrunn pflegt das kunstvolle Spiel mit kostbaren

Marionetten in Opern und Theaterstücken für Erwachsene und Kinder.

Das Theater an der Wien bildet gemeinsam mit dem Raimundtheater und dem kürzlich

renovierten Etablissement Ronacher die Vereinigten Bühnen Wien.

Siehe auch:

 

 

Museen

Kunsthistorisches Museum (Maria-Theresien-Platz)
Kunsthistorisches Museum (Maria-Theresien-Platz)
Das MuseumsQuartier in den ehemaligen Hofstallungen
Das MuseumsQuartier in den ehemaligen Hofstallungen
Das Wien Museum am Karlsplatz
Das Wien Museum am Karlsplatz

In der Hofburg sind die Schatzkammer der Habsburger (Kaiserkrone des Heiligen Römischen Reichs

und die Krone des Kaiserhauses Österreich), das Sisi-Museum (über Kaiserin Elisabeth),

die Kaiserappartements, die Silberkammer (mit Hof- und Tafelsilber), der Prunksaal der

Nationalbibliothek und die Vorführungen der Lipizzaner in der Spanischen Hofreitschule zu

besichtigen.

Im seit 1958 bestehenden Kongresszentrum Hofburg Wien finden internationale Tagungen

bis zu 3.000 Personen ebenso in imperialem Rahmen statt wie Faschingsbälle

(z.B. Kaffeesiederball). Im Neue Burg genannten Trakt der Hofburg zwischen Heldenplatz

und Burggarten befinden sich Teile des Kunsthistorischen Museums – das Ephesos-Museum,

die Sammlung alter Musikinstrumente sowie die Hofjagd- und Rüstkammer – und das wegen

Renovierung geschlossene Museum für Völkerkunde.

Die Albertina gehört ebenfalls zum Hofburgkomplex. Sie hat in jüngster Zeit ihre Ausstellungstätigkeit

über die Präsentation von Grafik hinaus auf Gemälde und Skulpturen bis zu moderner Kunst

erweitert und ist heute nach großzügiger Erweiterung das prominenteste zentrale Ausstellungshaus

der Stadt. In ihrem Besitz steht die größte grafische Sammlung der Welt.

Der Hofburg gegenüberliegend, auf dem Maria-Theresien-Platz, befinden sich die beiden beinahe

 identischen Gebäude Kunsthistorisches Museum, dessen Gemäldegalerie die Sammlung

alter Meister des 15. bis 18. Jahrhunderts zeigt – Meisterwerke unter anderem von

Pieter Bruegel, Peter Paul Rubens, Tizian, Rembrandt, Velazquez usw. –, und

Naturhistorisches Museum, wo unter anderem die Venus von Willendorf, die älteste Darstellung

einer Fruchtbarkeitsgöttin, zu sehen ist.

Überquert man die breite Straße (Museumsplatz) auf der anderen Seite der Museen, befindet

man sich vor dem Eingang zum MuseumsQuartier, eines der größten zehn Kulturareale der Welt.

Es wurde in den 1990er Jahren in den ehemaligen k.u.k. Hofstallungen errichtet und 2001 eröffnet.

Es umfasst das Museum moderner Kunst – Stiftung Ludwig, das Leopold Museum mit der weltweit

größten Sammlung von Werken von Egon Schiele und darüber hinaus hauptsächlich Werken

des Wiener Secessionismus, der Wiener Moderne und des österreichischen Expressionismus

(Gustav Klimt, Richard Gerstl, Oskar Kokoschka, Broncia Koller …), die Kunsthalle Wien

(mit wechselnden Ausstellungen aktueller Gegenwartskunst) sowie das Tanzquartier Wien,

das Architekturzentrum Wien (Architekturmuseum), das Kindermuseum ZOOM und das Atelier 21.

Das Belvedere präsentiert im barocken Schloss Kunst aus Österreich vom Mittelalter über das

Barock bis zum beginnenden 20. Jahrhundert, darunter das bekannteste Werk von Gustav Klimt

(das Gemälde Der Kuss) und Werke von Egon Schiele. Im Unteren Belvedere wurde 2006/2007

eine neue Ausstellungshalle errichtet. Außerdem befindet sich dort das Barockmuseum.

Das Liechtenstein-Museum zeigt Barockkunst und Teile der Sammlungen des Fürstenhauses

Liechtenstein, einer der weltweit größten privaten Kunstsammlungen. Das MAK zeigt angewandte

 

Kunst. Das Wien Museum (früher Historisches Museum der Stadt Wien) dokumentiert die regionale

Stadtgeschichte mit Wechselausstellungen und einer ständigen Präsentation und betreut darüber

 

hinaus die Gedenkstätten von Joseph Haydn, Ludwig van Beethoven, Franz Schubert und

Johann Strauß. Wolfgang Amadeus Mozart ist seit 2006 das Mozarthaus Vienna gewidmet,

untergebracht in einem ehemaligen Wohnhaus des Komponisten, wo er an der Oper

Le nozze di Figaro arbeitete (und das daher früher Figarohaus genannt wurde).

Darüber hinaus bestehen viele andere Museen, z.B. das Heeresgeschichtliche Museum,

das Technische Museum, die Wagenburg (kaiserliche Prachtkutschen), das Wiener Uhrenmuseum

und das Bestattungsmuseum. Die Wiener Bezirksmuseen geben Einblick in die Geschichte des

jeweiligen Bezirks.

Hinzu kommen mehrere Ausstellungshäuser, wie die Wiener Secession,

das Bank Austria Kunstforum, das Künstlerhaus Wien und andere.

Literatur

Besonders erwähnenswert unter den Autorinnen und Autoren, die zumindest einen Teil ihres

 

Lebens in Wien verbracht haben, sind Ilse Aichinger, Ingeborg Bachmann, Thomas Bernhard,

Literaturpreisträger Elias Canetti, der Wiener Romancier Heimito von Doderer, Theodor Herzl

(Der Judenstaat), Literaturpreisträgerin Elfriede Jelinek, Karl Kraus, Robert Musil

(Der Mann ohne Eigenschaften), Christoph Ransmayr (Die letzte Welt), Joseph Roth

(Radetzkymarsch), Felix Salten (Bambi, Josefine Mutzenbacher), Arthur Schnitzler

(nach dessen Vorlage Traumnovelle 1999 der US-Film Eyes Wide Shut gedreht wurde),

Friedensnobelpreisträgerin Bertha von Suttner, Friedrich Torberg

 

(Die Tante Jolesch) und der Weltbürger Stefan Zweig.

Weitere bekannte Wiener Autorinnen und Autoren sind zum Beispiel H. C. Artmann, Hugo Bettauer,

Albert Drach, Franzobel, Barbara Frischmuth, Arno Geiger, Daniel Glattauer, Franz Grillparzer,

Wolf Haas, Peter Henisch, Hugo von Hofmannsthal, Ernst Jandl, Alexander Lernet-Holenia,

Friederike Mayröcker, Eva Menasse, Carl Merz, Jörg Mauthe, Adelbert Muhr, Johann Nestroy,

Leo Perutz, Alfred Polgar, Helmut Qualtinger, Ferdinand Raimund, Hilde Spiel, Georg Trakl,

Walther von der Vogelweide, Josef Weinheber, Franz Werfel, Wolf Wondratschek und Fritz Wöss.

Film

Vor dem Kino Klein im Wurstelprater, 1905
Vor dem Kino Klein im Wurstelprater, 1905

Ab 1906 wurden in Wien erste Kurzfilme produziert, wobei die zahlreichen französischen

Filmschaffenden damals auch in Wien noch die Überzahl im Vergleich zu den heimischen

 

Aktiven stellten. Ab 1910 setzte mit Gründung der Wiener Kunstfilm-Industrie die

österreichische Stummfilmproduktion ein. Es folgte die Sascha-Filmfabrik Wien des böhmischen Grafen

 

Alexander Kolowrat-Krakowsky, 1913 in Liesing (damals eigene Gemeinde, heute 23. Bezirk)

gegründet, 1914 im 20. Gemeindebezirk Brigittenau eingerichtet. Im Ersten Weltkrieg entstanden

neben zahlreichen Propagandaproduktionen auch die ersten (Kriegs-)Wochenschauen. 1920

erreichte die Filmproduktion mit 142 Filmen ihren Höhepunkt. 1923 eröffnete die Vita-Film

die „Rosenhügel-Filmateliers“, die noch wesentlich größer und moderner als die

 

Sascha-Film-Studios in Sievering waren. Über ein dutzend weitere Filmproduktionsgesellschaften

produzierten damals regelmäßig Filme.

 

Die 1923 von der Vita-Film eröffneten damals größten und modernsten Filmstudios Österreichs.
Die 1923 von der Vita-Film eröffneten damals größten und modernsten Filmstudios Österreichs.

Mit der schrittweisen Enteignung der Sascha-Film ab 1935 entstand aus dieser 1938 die

Wien-Film, die mittels der Cautio Treuhandgesellschaft der Reichsfilmkammer unterstand,

und Wien neben Berlin und München zur Hauptproduktionsstätte von Propagandafilmen werden ließ.

Wie in allen Bereichen fand auch in der Film- und Kinobranche eine hemmungslose „Arisierung“ statt.

Das Apollo-Kino in Mariahilf
Das Apollo-Kino in Mariahilf

Bei der „Entnazifizierung“ durch die Alliierten im besetzten Nachkriegswien gingen zahlreiche

Kinos unberechtigterweise in die Stadteigene Kinobetriebsanstalt (Kiba) über. Zugleich setzte

mit Gründung neuer Filmgesellschaften, wie zum Beispiel der Belvedere-Film 1947, die Heimat-

und Musikfilm-Produktion wieder an, um zu ihrem absoluten Höhepunkt in den 1950er- und

1960er-Jahren aufzusteigen. Mitten drin wieder viele Wiener Schauspieler, wie Hans Moser,

Peter Alexander, Waltraut Haas, Romy Schneider, Hans Holt und Nadja Tiller – um nur ein

paar zu nennen. Einer der bedeutendsten Regisseure zu dieser Zeit war Franz Antel

ebenfalls ein Wiener. 1948 wurde mit „Der dritte Mann“ ein mit internationalen

Starschauspielern besetzter Spionagefilm abgedreht, der Wien weltweit einen Popularitätsschub

 

verschaffte und als Nebeneffekt dem Sieveringer Zitherspieler Anton Karas zu unverhoffter

Bekanntheit verhalf.

 

Doch die 1960er-Jahre waren auch vom einsetzenden Kinosterben geprägt. Existierten 1953 noch

über 200 Kinos in der Stadt, blieben 1983 lediglich 69 Kinos mit 96 Sälen über. Mit steigender

Verbreitung von Multiplex-Kinos ab den 1980er-Jahren konnte zwar der Trend der sinkenden

Kinoanzahl nicht gestoppt werden, doch stieg in den 1990ern die Anzahl der Säle auf

191 im Jahr 2001 wieder an. Wegen des nunmehrigen Überschusses und geringerer Auslastung

sank die Zahl auf Kosten weiterer Kinos bereits 2002 wieder auf 166 ab.

Das 1900 gegründete Erika-Kino in der Kaiserstraße galt bei seiner Schließung im Jahr 1999

als ältestes noch betriebenes Kino der Welt. Heute ist es ein Theaterspielraum. Seither gelten

die 1905 gegründeten, im 14. Wiener Gemeindebezirk befindlichen Breitenseer Lichtspiele als

das älteste  noch bespielte Kino Wiens.

Siehe auch: Kino und Film in Österreich und Österreichische Filmgeschichte

 

Bildende Kunst

 

Fritz Wotruba, Gustav Klimt, Egon Schiele, Oskar Kokoschka, Richard Gerstl, Edwin Grienauer

 

Architektur

 

Die weit sichtbare Kuppel der Kirche am Steinhof
Die weit sichtbare Kuppel der Kirche am Steinhof

In Wien finden sich Bauwerke aller Stil-Epochen der Architektur, von der

romanischen Ruprechtskirche über den gotischen Stephansdom, die barocke Karlskirche,

 

die hochbarocke Jesuitenkirche und die Bauten des Klassizismus bis zur Moderne.

Besonders hervorzuheben ist jedoch die Architektur der Gründerzeit, die die ehemalige Kaiserstadt

 

Wien wie aus einem Guss erscheinen lässt. Genau diese ist es, die in ehemaligen Städten

der Donaumonarchie, wie Budapest oder Prag oder Lemberg im ehemaligen Galizien,

deren Zugehörigkeit zu Österreich-Ungarn architektonisch repräsentiert. Der Jugendstil

hat ebenfalls seine Spuren in Wien hinterlassen: Die Secession, die Stadtbahnstation Karlsplatz

und die Kirche am Steinhof von Otto Wagner zählen zu den weltweit bekanntesten Bauten

 

dieser Epoche. 1910 entstand mit dem Kai-Palast auch das österreichweit erste Bürohochhaus

in Stahlbetonbauweise.

 

Wien hat eine lange und große Tradition als Schauplatz und Ausbildungsort internationaler

Architektur, folgende Namen stammen von hier bzw. studierten hier: Adolf Loos, Josef Hoffmann,

Otto Wagner, Joseph Maria Olbrich, Josef Plecnik, Richard Neutra, Rudolph Michael Schindler,

Margarete Schütte-Lihotzky, Friedrich Kiesler, Josef Frank, Coop Himmelblau, Gustav Peichl,

Günther Domenig, Hans Hollein.

Eine der beliebtesten Touristenattraktionen stellt das Hundertwasserhaus von

Friedensreich Hundertwasser dar, das als Gegenmodell zur nüchternen modernen Architektur

gedacht ist. Ebenfalls von Hundertwasser künstlerisch gestaltet wurde die

 

Müllverbrennungsanlage Spittelau. Ein weiteres Beispiel außergewöhnlicher Architektur

ist die Wotrubakirche (Kirche Zur Heiligsten Dreifaltigkeit) des Bildhauers Fritz Wotruba. Auffällig im

 

Stadtbild sind auch die Wiener Flaktürme und die Wiener Hochquellwasserleitung.

Eine Reihe von Stadtteilen wurden seit den 1990er Jahren neu erschlossen. Umfangreiche

Bauvorhaben wurden rund um die Donau City (nördlich der Donau) und am Wienerberg

(im Süden von Wien) umgesetzt. Der 202 m hohe Millennium Tower am Handelskai ist seit

1999 das bisher höchste in Wien gebaute Hochhaus und Zeichen einer architektonischen

 

Wende in Wien hin zu mehr Selbstbewusstsein, aber auch Konformität. In den letzten Jahren

werden vermehrt alte Gebäude mit moderner Architektur kombiniert, wie bei der Revitalisierung der

 

Gasometer 2001, welche weltweites mediales Interesse auf sich zog. Der 2002 geschaffene

Diva Award zeichnet jährlich mutige Immobilienprojekte aus, die das neue Selbstbewusstsein

der Stadt demonstrieren.

Wien hat im Vergleich zu anderen Metropolen eine statistisch geringe Anzahl von Hochhäusern.

Derzeit gibt es um die 100 Bauwerke über 40 m Höhe (Stand: Anfang 2006). Die Stadtverwaltung

setzt hier mittlerweile auf Qualität vor Quantität, mit dem Ziel, die Naturräume Wiens und die

 

als Weltkulturerbe anerkannten historischen städtebaulichen Elemente zu erhalten.

An geplanten Hochhausprojekten, die in den 1950er-Jahren verwirklicht werden sollten,

entzündeten sich

 

wiederholt hitzige Diskussionen – zum Beispiel beim Bau des Gartenbauhochhauses, dessen

Planung 1950 begann, aber erst 1963 fertiggestellt werden konnte.

 

Deshalb gelten in Wien sehr strenge Richtlinien für die Planung, Genehmigung und den Bau

von Hochhäusern. Gemäß Stadtplanung sind weite Teile Wiens, insbesondere in den inneren

Bezirken, Ausschlusszonen, in denen keine Hochhäuser errichtet werden dürfen.[3]

 

Nur rund 26 % der Gesamtfläche Wiens kommen somit überhaupt für die Hochhausplanung infrage.

Auch dort müssen die Bauwerke dem städtebaulichen Leitbild entsprechen, eine Reihe von Auflagen

erfüllen und dürfen keine bedeutenden Sichtachsen beeinträchtigen. Deshalb entstehen neue

Hochhäuser vorrangig in äußeren Bezirken, wo noch mehr Gestaltungsspielraum vorhanden ist

und weniger städtebauliche Besonderheiten berücksichtigt werden müssen.

Siehe auch: Liste der höchsten Bauwerke in Wien und Ungebautes Wien

Wissenschaft

Philosophie
Ökonomie
Psychologie

Leistungen in den medizinischen Bereichen und der diversen Formen der Psychotherapie sind

international anerkannt: z. B. Sigmund Freud, Alfred Adler, Erwin Ringel, Viktor Frankl, Harald Leupold-Löwenthal

Im Forschungsbereich konnte sich Wien erfolgreich als Standort für Pharmakonzerne etablieren.

So betreibt hier etwa Baxter International ein großes Laboratorium.

Ludwig Boltzmann, Viktor Kaplan, Ernst Mach, Christian Doppler, Robert Adler

Alltagskultur

Ess- und Trinkkultur

Wiener Schnitzel
Wiener Schnitzel
Die Sachertorte mit Schlagobers
Die Sachertorte mit Schlagobers
Der Naschmarkt um 1900, noch heute sehr beliebt
Der Naschmarkt um 1900, noch heute sehr beliebt

Hauptartikel: Wiener Küche

Die traditionelle Wiener Küche ist geprägt von den früheren Einflüssen der Zuwanderer aus den

Regionen und Ländern der k.u.k.-Monarchie. Bedingt durch die Lage der Stadt nahe der Grenze

 

zu Ungarn und dem früheren Böhmen finden sich vor allem Speisen aus diesen Ländern auf

den Speisekarten. So stammt das Gulasch mit seinen Wiener Varianten – dem Wiener-, Fiaker-

 

und dem Zigeuner-Gulasch – aus Ungarn. Aus Böhmen kamen vor allem die Mehlspeisen,

wie verschiedene Strudel, Golatschen und Palatschinken sowie verschiedene Knödelvarianten.

Immer noch sehr beliebt ist das Wiener Schnitzel, dessen Urform möglicherweise aus Mailand

stammt. Zu den Spezialitäten auf dem Speiseplan gehört der Tafelspitz.

Der größte und vielseitigste Markt mit festen Ständen ist der Naschmarkt, wo man Obst,

Gemüse, Gewürze, Fisch, Fleisch und vieles mehr aus aller Welt kaufen kann. Der

 

Naschmarkt gilt als der Spezialitätenmarkt Wiens. Der längste Straßenmarkt Europas ist

hingegen der Brunnenmarkt im 16. Wiener Gemeindebezirk.

 

Zum Stadtbild Wiens gehören in belebten Gegenden die Würstelstände, an denen verschiedene

heiße Würstel sowie heißer Leberkäse zu finden sind. Alternativ zum Hot Dog wird dort häufig

der Bosner angeboten. Ebenso häufig sind mittlerweile Kebabstände zu finden.

 

Wiener Kaffeehaus

 

 

Eine weitere Besonderheit der Wiener Kultur stellt das Wiener Kaffeehaus dar,

in dem neben einer Vielzahl von Kaffeespezialitäten auch kleine Speisen serviert werden.

Viele Besucher nutzen die Möglichkeit, während ihres Besuchs stundenlang die

meist reichlich vorhandenen  Zeitungen zu lesen. Neben vielen neueren chromblitzenden,

Espresso genannten Kaffeebars italienischen Stils, existieren noch viele „echte“

Wiener Kaffeehäuser, die in Angebot,

Ausstattung und Stil den ursprünglichen Charme dieser Institution bewahrt haben.

Übrigens gelten Armenier als die eigentlichen Gründer der Wiener Kaffeehauskultur.

Heurigenkultur

Wien ist weltweit eine der wenigen Metropolen mit eigenem Weinanbaugebiet. Dieser

Wein wird in Wien in kleinen Lokalen (Heurigen) ausgeschenkt, die sich vor allem in

 

den Weinbaugebieten Döblings (Grinzing, Neustift am Walde, Nußdorf, Salmannsdorf,

Sievering), Floridsdorfs (Jedlersdorf, Stammersdorf, Strebersdorf), Mauer und Oberlaa konzentrieren.

 

Der Wein wird oftmals auch als Gespritzter getrunken, einem Mischgetränk aus Weißwein

und Soda- oder Mineralwasser, wobei das Mischungsverhältnis jahreszeitlich variieren kann

(Sommer- oder Wintergespritzter).

Sub- und Jugendkultur

Das WUK an der Währinger Straße ist beliebter Jugendtreffpunkt
Das WUK an der Währinger Straße ist beliebter Jugendtreffpunkt

Eine eigenständige Jugendkultur abseits des Mainstreams gibt es auch in Wien, wenngleich

sie nie über ein gewisses Nischendasein hinausgekommen ist.

Eines der ältesten Zentren für Jugend- und Subkultur ist das WUK auf dem Standort des

ehemaligen TGM, das in den frühen 1980er-Jahren zu einem freien Kultur- und Werkstättenhaus

wurde. Auch heute noch finden hier eine Vielzahl künstlerischer Veranstaltungen aller Art statt.

Ein bekannter Veranstaltungsort der Stadt für subkulturelle Aktivitäten ist das früher im Besitz

der KPÖ stehende und von Autonomen besetzte Ernst-Kirchweger-Haus (EKH). Dort wurden

 

neben diversen Workshops, Arbeitsgruppen, Informations- und Beratungstätigkeiten auch

regelmäßig Konzerte und Partys mit Rock, Punk oder auch Tekno abgehalten. Auch die

Volxtheaterkarawane

 

findet ihre Heimat im EKH. Mittlerweile ist dieser Treffpunkt im Besitz der Stadt Wien.

 

Ein weiteres Zentrum von Jugend- und Subkultur ist das Flex am Donaukanal, das

internationale, genreübergreifende Konzerte und DJ-Events, die irgendwo zwischen

Pop- und Alternativmusik

 

angesiedelt sind, aufwartet und somit auf ein großteils jugendliches Publikum verweisen kann.

 

Obwohl direkt am Kanal gelegen und daher ohne Anrainer, gab es bei seiner Etablierung

am jetzigen Standort heftige Proteste von Bezirkspolitikern.

Auf dem Gelände des alten Schlachthofs in der Baumgasse befindet sich die Arena Wien,

ein ehemals besetztes Gelände, das mittlerweile ein eigenständiges Kulturzentrum ist.

Bestehend aus Großer Halle, kleiner Halle, Dreiraum und Beisl finden hier regelmäßig

Konzerte und Partys statt. Im Sommer gibt es

 

auch etliche Konzerte und ein Open-Air-Kino auf der großen Freiluftbühne im Zentrum der Arena.

Weitgehend unbemerkt von der Öffentlichkeit, da im Untergrund aktiv, ist die Wiener Freetekno-Szene.

Nur gelegentlich veranstalten Soundsysteme auch in bekannten Clubs öffentlich bekannt gegebene

 

Tekno-Partys. Die meisten Veranstaltungen finden in Hallen am Stadtrand oder etwas außerhalb

der Stadtgrenze, in Niederösterreich, statt. Angekündigt werden die Partys im Freundes- und

engeren Bekanntenkreis per Mundpropaganda oder Infolines.

 

Umfangreiche Berichterstattung erhielt hingegen die Krocha-Szene, die ihren Ursprung in Wien hat.

Veranstaltungen

Stadtkino zur Viennale
Stadtkino zur Viennale

(Auswahl, chronologisch)

 

  • Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker im Musikverein, 1. Jänner (ORF-TV- und -Radioübertragung)
  • Wiener Eistraum, Eislaufen auf dem Rathausplatz (Jänner bis März)
  • Philharmonikerball, Ball der Wiener Philharmoniker im Musikverein, Treffpunkt der Wiener Gesellschaft
  • Wiener Opernball – Einer der gesellschaftlichen Höhepunkte im Fasching, in der
  • Staatsoper, zum Teil vom ORF live übertragen
  • Zahlreiche weitere Faschingsbälle vom Kaffeesiederball bis zum Bonbonball, vom Ball
  • der Technik bis zum Blumenball
  • Musikfestival OsterKlang
  • Wiener Frühlingsfestival (Konzerthaus, Musikverein)
  • Wiener Festwochen, jährliches fünfwöchiges Festival mit Theater-, Musik- und
  • anderen kulturellen Produktionen, Gastspiele aus ganz Europa
  • Life Ball: die größte Aids-Benefiz-Veranstaltung in Europa findet in Anwesenheit
  • internationaler Prominenz jährlich vor und im Rathaus statt
  • Donauinselfest: 1983 zum ersten Mal auf der Donauinsel ausgetragenes Musikfestival.
  • Bei freiem Eintritt besuchen mittlerweile jeden Sommer rund drei Millionen Menschen die auf mehreren
  • Bühnen drei Tage lang veranstalteten Konzerte (Europas größtes Freiluftfestival)
  • Film Festival auf dem Wiener Rathausplatz: jeden Juli und August werden jeden Abend auf dem
  • Rathausplatz Opern- und Konzertfilme auf Großleinwand vorgeführt, Eintritt frei. An diversen
  • Ständen werden kulinarische Köstlichkeiten aus aller Welt angeboten.
  • Viennale Vienna International Film Festival: findet seit 1960 jedes Jahr im Oktober statt
  • Wiener Adventzauber (Christkindlmarkt auf dem Rathausplatz) und weitere Weihnachtsmärkte,
  • z.B. vor dem Schloss Schönbrunn
  • Wiener Silvesterpfad durch die Altstadt am 31. Dezember
  • Kaiserball in der Hofburg am 31. Dezember

 

 

Infrastruktur

 

Technische Infrastruktur

 

Stadtplanung

 

Der Wiener Stadtentwicklungsplan (kurz STEP) wird von der MA 18 (Magistratsabteilung 18)

erstellt, legt die Richtlinien für die Stadtentwicklung in den nächsten Jahren fest und trägt

somit maßgeblich zur städtischen Infrastruktur bei. Der Stadtentwicklungsplan 2005 (STEP 05)

befasst sich mit einem Dutzend von Zielgebieten, beispielsweise der Waterfront, einem Gebiet

vom Donaukanal über den Praterstern, Nordbahnhof, Handelskai zur Alten Donau, oder dem

Wiental. Die Stadtplanung befasst sich außerdem mit der regionalen und internationalen

Verkehrsanbindung Wiens.

 

Stadtversorgung

 

Das Wiener Wasser stammt seit 1873 aus dem Schneeberg-Gebiet.
Das Wiener Wasser stammt seit 1873 aus dem Schneeberg-Gebiet.

Hauptartikel: Wiener Wasserversorgung und Wiener Kanalisation

 

Wien wird seit 1873 durch die erste Wiener Hochquellenwasserleitung mit Wasser

aus dem Rax-Schneeberg-Gebiet und seit 1910 zusätzlich durch die zweite

Hochquellwasserleitung aus dem Hochschwab-Gebiet versorgt. Die Gebiete

wurden 1965 zum Wasserschutzgebiet erklärt, betreut

 

werden sie von der Forstverwaltung der Stadt Wien. Wasser aus einem Grundwasserwerk in

der Lobau wird selten, etwa bei Wartungsarbeiten oder besonders hohem Wasserverbrauch,

in bestimmten Bezirken dem Hochquellwasser beigemengt.

Sämtliche Abwässer werden durch die Wiener Kanalisation in die städtische Hauptkläranlage

 

in Simmering geleitet, wobei bis vor kurzem bei Reinigungsarbeiten und starkem Regen

verdünntes Kanalwasser, sogenanntes Mischwasser, in den Donaukanal bzw. die Donau

gelangte. Dieses Problem wurde von der Stadt Wien mit dem Bau des Wiental Kanals behoben.

Der Wiental Kanal ist 3,5 km lang

und wurde im Jahr 2006 fertiggestellt. Nunmehr wird das Abwasser gänzlich gesammelt und

nach verfügbarer Kapazität der Kläranlagen dann an diese abgegeben.

 

Das Kanalisationssystem gelangte durch den Film Der dritte Mann zu internationaler Berühmtheit.

 

Für die Stromleitungen Wiens ist die Wien-Energie zuständig, ein Tochterunternehmen

der Wiener Stadtwerke, welche zur Gänze der Stadt Wien gehören. Der Strommarkt

selbst ist liberalisiert, der Wettbewerb jedoch nur im Großkundenbereich ausgeprägt.

Wien-Energie ist der wichtigste

 

Stromlieferant Wiens.

In Wien existiert ein großes Fernwärmenetz, welches von Wien-Energie betrieben wird.

Die Erzeugung erfolgt unter anderem in den drei großen Müllverbrennungsanlagen Spittelau,

Simmeringer Haide und Flötzersteig.

Verkehrsinfrastruktur

 

34 % aller Wege werden in Wien mit öffentlichen Verkehrsmitteln zurückgelegt, das ist

europäischer Spitzenwert. Weitere 30 % werden zu Fuß bewältigt, und 36 % der Wege

mit dem eigenen Fahrzeug.

Nach wie vor zu gering erscheint den Wiener Stadtplanern der Anteil der Wege, die mit

dem Fahrrad zurückgelegt werden.

 

Zwölf Donaubrücken verbinden das Stadtgebiet, das durch Donau und Donaukanal geteilt wird.

 

Straße

 

A 23 – Wiener Stadtautobahn
A 23 – Wiener Stadtautobahn
Gürtel an der Alser Straße
Gürtel an der Alser Straße

 

Wie die Bahnlinien verlassen auch die alten Fernstraßen (später Bundesstraßen) sternförmig

die Stadt. Teilweise sind sie immer noch nach den Fernzielen benannt (Prager Straße B 3,

Brünner Straße B 7, Triester Straße B 17).

Gleiches gilt auch für die Autobahnen: A1 West Autobahn, A2 Süd Autobahn, A4 Ost Autobahn

und A22 Donauufer Autobahn verlassen die Stadt radial. Ursprünglich sollten die Autobahnen

A1 bis A5 Wien sternförmig entgegen dem Uhrzeigersinn beginnend mit der A1 verlassen und

bis zur verworfenen A20 Gürtelautobahn führen, welche jedoch nie gebaut wurde.

 

Eine ringförmige Verbindung im Süden zwischen A2, A4 und A22 bildet die A23 Wiener Südosttangente,

zu deren Entlastung die S1 Wiener Außenring Schnellstraße gebaut und am 28. April 2006 eröffnet

worden ist. Diese soll östlich der Donau eine Fortsetzung in einem Autobahnring finden; die zur

 

Verbindung notwendige Querung der Lobau und damit des Nationalparks Donau-Auen ist derzeit aus

ökologischen Gründen umstritten. West- und Südautobahn sind durch die außerhalb des Wiener

Stadtgebietes verlaufende A21, der Wiener Außenring Autobahn miteinander verbunden.

Die A5, die zukünftige Nord Autobahn, soll eine zusätzliche Verbindung zwischen Drasenhofen an

der tschechischen Grenze und Wien werden.

Innerstädtisch setzen sich die Bundesstraßen bis ins Stadtzentrum fort. Diese sind allesamt mit

dem Gürtel, der großen Wiener Ringstraße, die die Innenstadtbezirke umschließt, verbunden. Dies macht

diesen Bereich besonders staugefährdet und beeinträchtigt die Wohnqualität. Problemstellen sind des

Weiteren vor allem die Stadteinfahrten, insbesondere im Westen auf Grund des Wienerwaldes. Im Süden

sind die Stauschwerpunkte vor allen auf der A2 und der A23 zu finden. Auf der A23 Wiener Südosttangente

stockt der Verkehr im Berufsverkehr fast jeden Tag. Die Parkraumprobleme beschränken sich im Allgemeinen

auf die Innenstadtbezirke, wobei hier nur Anrainer längerfristig parken können. Eine Möglichkeit für Besucher

in Wien kostengünstig zu Parken ist das P+R Haus in Sankt Marx, das direkt an der A23 Wiener Südosttangente liegt.

 

Besondere Vorsicht ist beim Parken im Innenstadtbereich geboten, da keine Beschilderungen auf

eventuelle Parkverbotszonen hinweisen. Der Magistrat der Stadt Wien setzt voraus, das der Besucher

sich vorher über Parkverbotszonen in den einzelnen Bezirken informiert, Strafzettel werden rigoros

vergeben.

Öffentlicher Nahverkehr

Vier Generationen der „Bim“
Vier Generationen der „Bim
Stadtbahnstation Karlsplatz
Stadtbahnstation Karlsplatz
„Silberpfeil“ U-Bahngarnituren von Simmering-Graz-Pauker
„Silberpfeil“ U-Bahngarnituren von Simmering-Graz-Pauker

 

Wien hat ein großes Netz öffentlicher Verkehrsmittel. Es besteht aus den zu den ÖBB gehörenden

Schnellbahn-Linien, der Badner Bahn und dem Netz der Wiener Linien (U-Bahn Wien, Straßenbahn

und Autobuslinien), dem City Airport Train und diversen privaten Autobuslinien. Die öffentlichen

Verkehrsmittel transportieren 750 Millionen Fahrgäste im Jahr.

Die Wiener Straßenbahn existiert seit 1865 und betreibt heute ein 179 Kilometer langes Gleisnetz.

Damit verfügt Wien über eines der ältesten und längsten Straßenbahnnetze der Welt. Ab 1898 wurde

die im Jugendstil errichtete Stadtbahn eröffnet, dessen Gleisnetz ab 1976 von der schrittweise neu

errichteten Wiener U-Bahn übernommen wurde. Der Autobuslinienbetrieb wurde in Wien am

23. März 1907 aufgenommen. Heute verfügt Wien auch über ein Nachtbus- und Anrufsammeltaxinetz.

Darüber hinaus fahren vor allem in den Stadtrandzonen private Busunternehmen in Tarifgemeinschaft

mit den Wiener Linien. Gemeinsam mit den Bahn- und Buslinien im Umland bis etwa 60 km

Entfernung vom Zentrum Wiens bildet das Wiener Verkehrsnetz den Verkehrsverbund Ost-Region.

 

Fahrrad

 

Das Netz an öffentlichen Radwegen, Radfahrstreifen und Radrouten im Stadtgebiet umfasst derzeit

an die 1000 km; baulich vom Autoverkehr getrennte Radwege sind aber nach wie vor selten oder

wurden zu Lasten des Fußgängerverkehrs auf Gehsteigen angelegt. Der Ausbau des Radverkehrsnetzes

erfolgt oft in heftigem Interessensgegensatz zu Pkw-Benützern, die um Fahrspuren und Stellplätze für

Autos fürchten. Stark verbreitet haben sich Einbahnregelungen „ausgenommen Fahrräder“.

Als Alternative zu den öffentlichen Verkehrsmitteln wird auch das Leihfahrradsystem Citybike angeboten.

 

Eisenbahn

Der Wiener Südbahnhof, größter Kopfbahnhof Wiens, zur Zeit der k.u.k. Monarchie
Der Wiener Südbahnhof, größter Kopfbahnhof Wiens, zur Zeit der k.u.k. Monarchie
Der Westbahnhof, das Gebäude stammt aus den 1950er Jahren
Der Westbahnhof, das Gebäude stammt aus den 1950er Jahren
Bahnhof Wien-Hütteldorf
Bahnhof Wien-Hütteldorf

 

Historisch bedingt – alle Verkehrsverbindungen orientierten sich nach der Haupt- und Residenzstadt der

österreichisch-ungarischen Monarchie – wurden in Wien mehrere Kopfbahnhöfe errichtet. Alle größeren

Bahnhöfe Wiens wurden jedoch im Zweiten Weltkrieg auf Grund ihrer strategischen Bedeutung zerstört

oder zumindest schwer beschädigt. Die meisten wurden wieder aufgebaut und neu gestaltet.

So wurde 1951 der alte Westbahnhof durch einen Neubau ersetzt, in den Jahren 1976 bis 1980 der

Franz-Josefs-Bahnhof überbaut. Der Südbahnhof musste auf Grund eines fehlenden Ostbahnhofes auch

dessen Aufgabe übernehmen. Der Nordbahnhof wurde nicht wieder aufgebaut, da durch den Zerfall der

Donaumonarchie und den Eisernen Vorhang vor allem der internationale Personenverkehr auf der Nordbahn

seine Bedeutung verloren hatte. Mit dem Bau des in Planung befindlichen Wiener Hauptbahnhofes soll die

Stadt 2012/2013 erstmals einen Hauptbahnhof erhalten.

 

Heute gibt es in Wien drei große Kopfbahnhöfe:

 

 

und mehrere Durchgangsbahnhöfe:

 

Daneben gibt es noch viele kleinere Bahnhöfe, die vor allem für den Personennahverkehr bedeutsam sind.

Für den Inlandsverkehr sind der Franz-Josefs-Bahnhof sowie Wien-Nord und Wien-Mitte von Bedeutung.

 

Über West- und Südbahnhof wird der Haupt- und Fernverkehr bewältigt. Der Flugreisende kann mit

 

dem City Airport Train die Innenstadt vom Flughafen Wien-Schwechat aus erreichen, er kommt dann im

Bahnhof Wien Mitte an. Neben den hier gelisteten Bahnhöfen und Bahnen gibt es in Wien auch noch zwei

sehr populäre Parkbahnen: die Liliputbahn Prater im Wiener Prater und die Donauparkbahn im Donaupark.

 

Flughafen

Flughafen Wien-Schwechat
Flughafen Wien-Schwechat

Südöstlich von Wien befindet sich der internationale Flughafen Wien-Schwechat.

Im Jahr 2007 wurden über 254.000 Flugbewegungen abgewickelt; 18,77 Millionen Passagiere

frequentierten den Flughafen. Der Flughafen ist die Homebase der Austrian Airlines Group.

In letzter Zeit weichen Billigfluglinien auf den nahe gelegenen Flughafen in Bratislava aus;

seit dem Jahr 2004 kooperiert der Flughafen Wien-Schwechat mit dem Flughafen Bratislava.

Schifffahrt

Twin City Liner am Donaukanal
Twin City Liner am Donaukanal

 

Durch den Rhein-Main-Donau-Kanal ist Wien durch eine Wasserstraße sowohl mit dem Hafen Rotterdam

und den deutschen Industriegebieten als auch mit den Ländern Osteuropas bis zum Schwarzen Meer verbunden.

Der geplante Donau-Oder-Kanal blieb unvollendet. Die Personenschifffahrt auf der Donau hat heute fast nur noch

touristische Bedeutung, es gibt einen Tragflügelbootverkehr nach Bratislava und Budapest. Der Wiener Personenhafen

liegt bei der Reichsbrücke; daneben gibt es Anlagestellen für Personenschiffe bei Nußdorf und am Donaukanal

beim Schwedenplatz.

Seit Juni 2006 verbindet der Schnellkatamaran „Twin City Liner“ dreimal täglich die beiden Hauptstädte Wien und

Bratislava über die Donau. In Wien wurde als Ein- und Ausstiegsstelle der Schwedenplatz, Abgang Marienbrücke,

gewählt. In Bratislava dient das denkmalgeschützte „Propellerhaus“ im Zentrum als Anlegeplatz. 2006 verkehrte

das Schiff bis Ende Oktober, 2007 wurde die Saison bereits im März begonnen, 2008 wurde ein zweiter Schnellkatamaran

angeschafft, und verkehrt seither fünfmal täglich zwischen Wien und Bratislava.

 

2003 wurden im Frachthafen 9 Mio. Tonnen Güter (vor allem Mineralölprodukte,

landwirtschaftliche Produkte und Baustoffe) umgeschlagen und dazu 1.550 Schiffe abgefertigt.

Soziale Infrastruktur

Universität Wien Hauptgebäude am Ring
Universität Wien Hauptgebäude am Ring
Akademie der bildenden Künste Wien
Akademie der bildenden Künste Wien

Schulwesen und Universitäten

 

In Wien gibt es 283 Volksschulen (davon sind 217 öffentliche Schulen), 120 Hauptschulen (davon 96 öffentliche),

46 Sonderschulen (40 öffentliche) und 95 Allgemeinbildende höhere Schulen (67 öffentliche). Zudem befinden sich in Wien

28 Berufsschulen (25 öffentlich), beispielsweise für Elektrotechnik, Gastgewerbe, oder Bürokaufleute, 22 technische und

gewerbliche mittlere und höhere Schulen (11 öffentliche), wie für Textilindustrie oder Chemische Industrie, 21 wirtschaftsberufliche

mittlere und höhere Schulen (8 öffentliche), beispielsweise HBLA für Mode und wirtschaftliche Berufe für Mode oder Tourismusschule

und 16 kaufmännische mittlere und höhere Schulen (6 öffentliche).

 

Die Universität Wien ist zudem die älteste und größte Universität im heutigen deutschen Sprachraum

(die älteste deutsche Universität war Prag). Sie wurde bereits 1365 als „Alma Mater Rudolphina“

 

gegründet und war vor allem für ihre medizinische Fakultät berühmt, die seit dem Jahre 2004 als eigenständige Universität

unter dem Namen Medizinische Universität Wien existiert. 1692 wurde die Akademie der bildenden Künste Wien

als Privatakademie des Hofkammermalers Peter Strudl gegründet; seit 1765 besteht die von Maria Theresia

ins Leben gerufene Veterinärmedizinische Universität Wien. 1815 wurde die Technische Universität Wien als k.u.k.

polytechnisches Institut gegründet; zwei Jahre später folgte die Universität für Musik und darstellende Kunst Wien,

die aus der Singschule des Antonio Salieri hervorging. Ebenfalls aus der Zeit des Kaiserreiches stammen die

Universität für angewandte Kunst (1867 als Kunstgewerbeschule gegründet), die seit 1872 bestehende

Universität für Bodenkultur Wien und die 1898 als k.u.k. Exportakademie gegründete Wirtschaftsuniversität Wien.

Neben diesen staatlichen Universitäten gibt es in Wien noch fünf Privatuniversitäten (PEF Privatuniversität für Management,

Webster University Vienna, Konservatorium Wien Privatuniversität, Sigmund Freud PrivatUniversität Wien sowie

TCM Privatuniversität Li Shi Zhen) und einige Fachhochschulen (FHWien Studiengänge der WKW,

Fachhochschule Technikum Wien Fachhochschul-Campus Wien, Fachhochschule des Berufsförderungsinstituts Wien,

Theresianische Militärakademie).

 

Siehe auch: Schulsystem in Österreich

Bibliothekswesen

 

Die führenden wissenschaftlichen Bibliotheken Wiens sind die Österreichische Nationalbibliothek, die

Universitätsbibliothek Wien und die Wiener Stadt- und Landesbibliothek. Dazu kommen die Bibliotheken der

Wirtschaftsuniversität Wien, der Technischen Universität, der Medizinischen Universität und anderer Hochschulen

sowie die Fachbibliotheken der Universitätsinstitute, außerdem die Sozialwissenschaftliche Bibliothek der Arbeiterkammer

und die Parlamentsbibliothek. Die 41 städtischen Leihbüchereien Wiens sind als Wiener Büchereien zusammengefasst,

darunter die neue Hauptbücherei am Urban-Loritz-Platz.

Gesundheitswesen

 

Das Allgemeine Krankenhaus ist eines der ältesten öffentlichen Spitäler der Welt
Das Allgemeine Krankenhaus ist eines der ältesten öffentlichen Spitäler der Welt

Das Allgemeine Krankenhaus (AKH) im Wiener Gemeindebezirk Alsergrund ist zugleich

das größte Spital Wiens und Österreichs.

Sozialer Wohnbau

 

Wien ist bekannt für den sozialen Wohnbau. Während der Zeit des Roten Wiens von 1918 bis 1934 entstanden

erstmals im großen Stil zahlreiche Gemeindebauten, die von der Stadt errichtet und betrieben wurden, nicht auf

Gewinne ausgerichtet waren und primär für die Arbeiterschaft zahlreiche Wohnungen zu günstigen Mieten bereit

stellten. Nach dem Zweiten Weltkrieg gab es erneut eine starke Bautätigkeit an Gemeindebauprojekten.

 

Soziale Einrichtungen

Die ersten sozialen Einrichtungen Wiens entstanden im ersten Jahrzehnt des 20. Jahrhunderts,

 

als aufgrund der großen Armut in der Bevölkerung die ersten Obdachlosen- und Männerwohnheime, etwa das

1905 eröffnete in der Meldemannstraße, errichtet wurden.

Freizeit

 

Nachtleben

Abendliches Wien
Abendliches Wien
Stadtstrand an der Urania
Stadtstrand an der Urania

 

In den 1980er-Jahren entwickelte sich zunächst im Grätzl rund um den Schwedenplatz und die

Ruprechtskirche eine rege Beislszene, die scherzhaft Bermudadreieck genannt wird (weil so mancher

 

nach einer langen Nacht dort verschollen sein soll). In den folgenden Jahren dehnte sich die Lokalszene

 

an beiden Ufern des Donaukanals aus. Nahe der Haltestelle Schottenring, ebenfalls am Donaukanalufer,

befindet sich schon seit 1995 das Flex – einer der größten Clubs in Wien, in dem täglich Abendveranstaltungen

und Auftritte von lokal sowie international renommierten DJs und Bands stattfinden. Mit bekannten Acts – vor allem

aus der Ragga/Reggae/Dancehall-Szene – wartet auch das Kulturzentrum WUK nahe dem Währinger Gürtel auf.

Das Museumsquartier ist vor allem in den Sommermonaten ein beliebter Treffpunkt mit verschiedenen Gastgärten

sowie dem Café Leopold, das ab 22 Uhr zu einem Club umgewandelt wird, der vor allem am Wochenende namhafte

elektronische Musiker aus dem In- und Ausland zu Gast hat.

In den 1990er Jahren entstanden im Zuge der Sanierung des Gürtels zahlreiche Szenelokale in den ehemaligen

Stadtbahnbögen, die mittlerweile fester Bestandteil des Wiener Nachlebens sind,

beispielsweise das Chelsea, das B72, das Rhiz oder das Q / [kju:]. Diese Lokale wurden bewusst dort gegründet,

um den Stadtteil zu beleben. Die Gürtelbögen haben aufgrund ihrer mittigen Straßenlage den Vorteil, für die Anrainer

keine zusätzliche Lärmbelästigung darzustellen. Einer der vornehmsten Clubs ist heute die Passage bei der Hofburg,

sie ist in einer ehemaligen Fußgängerunterführung untergebracht und hat des öfteren internationale Top-DJs zu Gast.

In der Nähe befindet sich auch der Volksgarten, mit einem ähnlichen Publikum wie die Passage, und die Volksgarten Banane.

Rund um die Mariahilfer Straße gibt es auch eine vielfältige Lokalszene bestehend aus Cafés, Bars und kleinen Clubs,

die am Abend eine DJ-Line anbieten. Hier sind zum Beispiel das Café Europa in der Zollergasse, die Blue Box in der

Richtergasse, das Pulse in der Schottenfeldgasse und das Luftbad in der Luftbadgasse.

 

Im Alten AKH, dem umgewidmeten Areal des ehemaligen Allgemeinen Krankenhauses im 9. Bezirk

 

haben sich nebst einigen Uni-Instituten und Geschäften in jüngster Zeit auch Lokale mit ausgedehntem

Freiluft-Betrieb angesiedelt.

 

Einen weiteren Schwerpunkt des Nachtlebens bilden im Sommer die Copa Cagrana und Sunken City

auf der Donauinsel bei der Reichsbrücke mit zahlreichen Open-Air-Lokalen. Ebenfalls ein seit einigen

 

Jahren neu belebtes Viertel ist das Freihausviertel im vierten Bezirk nahe dem Karlsplatz, das nicht nur

abends, sondern wegen seiner Nähe zum Naschmarkt auch untertags gut frequentiert ist. Zusätzlich

entstanden seit dem Ende der 90er Jahre zahlreiche Großraum-Diskotheken und Entertainment-Center

am Stadtrand, unter anderem in der Donaustadt.

 

Wiener Parks, Wälder und Auenlandschaften

Strauß-Denkmal im Wiener Stadtpark
Strauß-Denkmal im Wiener Stadtpark
Das Heustadelwasser in den Praterauen
Das Heustadelwasser in den Praterauen
Blick auf Döbling mit Kahlenberg und Leopoldsberg im Hintergrund
Blick auf Döbling mit Kahlenberg und Leopoldsberg im Hintergrund
Das Donauinselfest findet jeden Sommer auf der Donauinsel statt
Das Donauinselfest findet jeden Sommer auf der Donauinsel statt

 

Wien besitzt viele unterschiedliche Parkanlagen und ist weltweit eine der Städte mit dem höchsten Grünflächenanteil,

der die Hälfte des Stadtgebiets ausmacht. In der Innenstadt gibt es mehrere Parks,

deren Geschichte bis ins 16. Jahrhundert zurückreicht, die reich mit Denkmälern und Parkbauten bestückt sind.

Hierzu zählen der Stadtpark, der an die Hofburg anschließende Burggarten, der Augarten, sowie der Volksgarten.

Von den barocken Gartenanlagen der Vorstadtpalais ist der Schlosspark von Schloss Belvedere mit dem botanischen Garten

noch fast in Originalgröße erhalten geblieben. Neben den großen Parks gibt es zahlreiche kleinere Parkanlagen

insbesondere in den Innenstadtbezirken. Diese werden scherzhaft auch Beserlparks genannt. Auch Friedhöfe wurden

nach dem Ersten Weltkrieg in Parkanlagen (beispielsweise der Währinger Schubertpark) umgewandelt.

 

Die größte Parkanlage Wiens ist der Wiener Prater in der Leopoldstadt. Mit 600 Hektar ist er fast

 

doppelt so groß wie der Central Park in New York und dreimal so groß wie der Berliner Tiergarten. Das ehemalige

kaiserliche Jagdgebiet, das noch heute zu großen Teilen aus Aulandschaften besteht, wurde 1766 von Joseph II. dem

Volk übergeben. Rund um den grünen Prater entstanden im Laufe der Zeit das Messegelände, wo die Weltausstellung

1873 stattfand, der Vergnügungspark Wurstelprater mit seinem Wahrzeichen, dem Riesenrad, sowie mit dem

Ernst-Happel-Stadion (ehemals Praterstadion) das größte Fußballstadion Österreichs.

 

Die 21,1 km lange und 200 m breite Donauinsel ist ebenfalls ein beliebtes Naherholungsgebiet der

Wiener Bevölkerung. Einmal pro Jahr findet hier das Donauinselfest statt. Ursprünglich wurde die

Donauinsel in den Jahren 1972 bis 1988 als Hochwasserschutz „errichtet“. Es gibt hier unter anderem

einen großen FKK-Badebereich. Im Gebiet der Reichsbrücke hat sich zudem eine vielfältige Lokalszene entwickelt.

Im Westen der Großstadt reichen die Ausläufer des Wienerwaldes zum Teil weit in die verbauten

Bereiche der Außenbezirke hinein. Hier findet sich unter anderem der Lainzer Tiergarten, ein

weitläufiges Waldgebiet (2.500 Hektar) mit reichem Wildbestand. In dem ehemaligen kaiserlichen

 

Jagdgebiet finden sich neben dem Jagdschloss Hermesvilla bis heute Jagdwild, wobei insbesondere die

Wildschweine im Lainzer Tiergarten sehr populär sind. Die Wälder im Westen werden durch den Wiener Grüngürtel

im Süden (Wienerberg und Laaer Berg), der teilweise aufwändig wieder aufgeforstet wurde, fortgesetzt. Nördlich

der Donau dient neben dem Donaupark insbesondere die Lobau als Naherholungsgebiet. Das Auengebiet der

Donau ist sogar Teil des Nationalparks Donau-Auen.

 

Sowohl Sehenswürdigkeiten als auch Grünoasen sind die Wiener Friedhöfe, die als Erholungsorte

gelten und zum Spazieren einladen. Der Zentralfriedhof ist nicht nur für seine Ehrengräber berühmt.

Es befinden sich dort auch ein evangelischer Friedhof, der neue und alte jüdische Friedhof, eine

 islamische Abteilung, eine moslemisch-ägyptische Abteilung sowie zahlreiche orthodoxe Abteilungen

und Grabstätten der Anatomie. Auch der Sankt Marxer Friedhof ist ein beliebtes Areal für Spaziergänge.

Er wurde Ende des 19. Jahrhunderts geschlossen und wird heute als Parkanlage geführt. Hier wurden

 

einst Mozart und Josef Madersperger, einer der Erfinder der Nähmaschine, in Schachtgräbern bestattet,

wodurch die exakte Lage ihrer Grabstellen heute nicht bekannt ist.

 

Sport

Wiener Stadthalle
Wiener Stadthalle
Siegerehrung 2004 zum Vienna Marathon mit Bundespräsident Heinz Fischer
Siegerehrung 2004 zum Vienna Marathon mit Bundespräsident Heinz Fischer

 

Wien kommt im österreichischen Sportgeschehen eine zentrale Rolle hinzu. Viele neue Sportarten verbreiteten

sich von hier aus nach ganz Österreich. Lieblingssport der Wiener ist das Schwimmen.

Hierfür stehen zahlreiche Schwimmbäder, wie auch natürliche Gewässer zur Verfügung. Sehr beliebt und

populär ist das Gänsehäufel, eine Sandinsel in der Alten Donau. Knapp hinter dem Schwimmen in der

Beliebtheitsstatistik rangiert der Fußballsport. Heute gibt es mit dem Rekordmeister Rapid Wien und dem

Rekordcupsieger Austria Wien zwei stark rivalisierende Vereine. Der SK Rapid stand bislang zwei Mal in

einem Europapokalfinale und konnte sogar deutscher Meister und Pokalsieger werden. Die Austria erreichte

ebenfalls einmal das Europacupfinale. Sporthistorisch wertvoll ist auch die Vienna, Österreichs ältester Fußballklub,

sowie der Wiener Sport-Club, der ebenfalls große Erfolge im Europapokal feiern konnte. Auch zwei der Vorläufervereine

des in der Südstadt Spielenden VfB Admira Wacker Mödling (Wacker Wien und Admira Wien) waren Wiener Vereine.

Die Dominanz der Wiener Vereine zeigt sich alleine dadurch, dass mit dem LASK erst 1965 eine Mannschaft aus

den Bundesländern Meister werden konnte. Das größte Fußballstadion Wiens, das Ernst-Happel-Stadion, steht mit

seinen 49.825 Plätzen exklusiv der österreichischen Nationalmannschaft seit 1931 zur Verfügung. Es ist eines der

wichtigsten Fußballstadien Europas und war in der jüngsten Vergangenheit dreimal Gastgeber des Champions-League-

Finales. 2008 fanden hier das Finale und einige andere Spiele der Europameisterschaft statt.

Neben den Fußballvereinen gibt es zahlreiche erfolgreiche Wiener Vereine in anderen Sportarten. Im Eishockey wurden 2005

bei den Herren die Vienna Capitals sowie bei den Damen die EHV Sabres österreichischer Meister. Zusätzliches Highlight

in der Wiener Eishockey-Saison war die Weltmeisterschaft in der Wiener Stadthalle. Die Footballer von den Raiffeisen Vikings Vienna

konnten 2004, 2005, 2006 und 2007 die Eurobowl gewinnen, die WBV Homerunners wurden österreichischer Meister im Baseball.

Die Volleyballer der aon hotVolleys sowie die Handballer der Margareten Fivers mussten sich jeweils mit dem Vize-Meistertitel

zufrieden geben.

 

Neben den Mannschaftssportarten gibt es in Wien ebenfalls ein breites Angebot für Individualsportarten.

Als Laufstrecken sind die Wege im Wiener Prater oder auf der Donauinsel sehr beliebt. Trainiert kann

auch im Ferry-Dusika-Hallenstadion werden. Einmal jährlich findet zusätzlich der Vienna City Marathon

 

statt. Radfahrern stehen neben über 1.000 Fahrradkilometern zahlreiche Mountainbikestrecken in den Wiener Bergen zur Verfügung.

An der Alten Donau und an der Donau gibt es für Freunde des Rudersports insgesamt 11 verschiedene Rudervereine. In Wien gibt

es 3 ordentliche und 4 außerordentliche Mitgliedsclubs des Österreichischen Golf Verbandes, Golfplätzen stehen etwa am Wienerberg

zur Verfügung. Als Fechtklub ist vor allem der Wiener Sportclub bekannt. Auch für den Wintersport, der in Österreich einen hohen

Stellenwert genießt, gibt es vielfältige Angebote. Die Stadt Wien betreibt auf der ehemaligen FIS-Strecke Hohen-Wand-Wiese und auf

der Dollwiese zwei Schipisten. Ab einer Schneelage von 20 cm zieht das Sportamt der Stadt Loipenspuren durch den Prater, auf der

Donauinsel, am Wienerberg, auf den Steinhofgründen, im Schwarzenbergpark, am Cobenzl und im Maurerwald. Die Streckenlängen

reichen von 2,5 km (am Wienerberg) bis zu 12 km (Donauinsel).

 

Öffentliche Badeanlagen

 

Die wohl bekannteste öffentliche Badeanlage Wiens ist das Gänsehäufel – eine Insel an der Alten Donau, die zur Gänze dem

Badevergnügen gewidmet ist. Direkt daneben befindet sich das „Kleine Gänsehäufel“, eine Halbinsel, auf der sich mehrere

Arbeiterbäder, die während der Zeit des „Roten Wiens“ eröffnet wurden, befinden. Auch andere öffentliche Bäder stammen aus

dem „Roten Wien“, wie etwa die Kinderfreibäder oder das Amalienbad im 10.Bezirk. Noch unter einem christlichsozialen

Bürgermeister wurde 1914

das Jörgerbad eröffnet. Noch älter ist das Dianabad, welches 1806 vorerst nur für die gesellschaftliche Oberschicht fertiggestellt

wurde. Ebenfalls zum Baden genutzt wird die zwischen der Neuen Donau und

 

der Donau gelegene, über 21 km lange Wiener Donauinsel.

 

Wirtschaft

 

Wiener Postsparkasse am Georg-Coch-Platz, 1906 erbaut von Otto Wagner
Wiener Postsparkasse am Georg-Coch-Platz, 1906 erbaut von Otto Wagner
Die Börse an der Ringstraße
Die Börse an der Ringstraße

 

Innerhalb der EU gehört Wien zu den wohlhabendsten Regionen. Im Vergleich mit dem BIP der EU ausgedrückt

in Kaufkraftstandards erreicht Wien einen Index von 170.9 (EU-25:100) (2003).[4] Dieser Ruf bestätigte sich

erneut 2007, als die Stadt als fünftreichste Region der EU eingestuft wurde, nach London, Luxemburg, Brüssel

und Hamburg. [5] Die Stadt genießt international den guten Ruf der hohen Lebensqualität, niedriger Kriminalitätsraten

und als „Sprungbrett in den Osten“, da die Stadt und ihre Unternehmen schon lange gute Beziehungen zu den MOEL

pflegen und daher über reichlich Erfahrung verfügen. Besonders im Vorfeld der EU-Osterweiterung fassten zahlreiche

ausländische Großunternehmen ihre Aktivitäten in den mittel- und osteuropäischen Ländern auf ihrem Standort in Wien

zusammen, oder gründeten eine solche Zentrale neu, um die Erschließung dieser Märkte von Wien aus anzugehen. In

einigen Fällen ging dieser Entschluss auch einher mit der Übernahme eines österreichischen Unternehmens mit Sitz

in Wien und Tätigkeit in den MOEL. Dies tat etwa der niederländische Getränkekonzern Heineken mit der Übernahme

der BBAG oder die italienische Großbank UniCredit nach der Übernahme der Bank Austria. Weitere ausländische Konzerne

mit Osteuropa-Zentrale in Wien sind etwa der französische Baustoffkonzern Lafarge, deutschen Konzerne wie Henkel und REWE

und Beiersdorf. Auch die meisten der größten österreichischen Unternehmen, darunter fast sämtliche Banken, haben ihren

Hauptsitz in Wien. Etwa der Mineralölkonzern OMV, der Ziegelhersteller Wienerberger oder auch die Telekom Austria.

 

Mit der Wiener Börse befindet sich auch Österreichs einzige Wertpapierbörse in Wien.

 

In Wien waren laut Volkszählung 2001 821.458 Personen in 87.691 Unternehmen beschäftigt. Der Bezirk mit den meisten

Arbeitsplätzen ist der 1. Bezirk.

Im Jahr 2005 waren durchschnittlich 92.864 Wiener und Wienerinnen arbeitslos gemeldet. Das entspricht einer

Arbeitslosenquote von 13,3 % (Österreich Berechnung), 8,2 % EU-Berechnung. Im Vergleich zu den anderen neun

Bundesländern liegt Wien auf dem letzten Platz. Österreich hat derzeit ca. 314.076 Arbeitslose, das entspricht einer

Quote von 8,6 % (Österreich Berechnung), 5,3 (EU-Berechnung).

 

Tourismus

Das Weltkulturerbe Schloss Schönbrunn zieht jährlich rund 6,7 Millionen Besucher an.
Das Weltkulturerbe Schloss Schönbrunn zieht jährlich rund 6,7 Millionen Besucher an.
Fiaker mit pausierenden Kutschern am Heldenplatz
Fiaker mit pausierenden Kutschern am Heldenplatz
Das Wiener Riesenrad, 1897 errichtet und ein Wahrzeichen der Stadt
Das Wiener Riesenrad, 1897 errichtet und ein Wahrzeichen der Stadt

 

Dank zahlreicher Prunkbauten aus der römisch-deutschen und der österreichischen Kaiserzeit, vielfältiger

Kulturangebote und nicht zuletzt auch dank des Rufes als Musikhauptstadt, den Wien aufgrund des Schaffens

zahlreicher berühmter klassischer Musiker, wie Beethoven, Mozart oder Mahler, erwarb, ist die Stadt weltweit

bekannt und ein beliebtes Touristenziel.

Fiaker kutschieren Gäste durch die zum Weltkulturerbe zählende Innere Stadt, die Altstadt, in deren Zentrum sich

der Stephansdom befindet. Hier im ersten Bezirk befinden sich auch die Staatsoper, die Hofburg – Stadtresidenz

der Kaiser, die Kärntner Straße – die am stärksten frequentierte Fußgängerzone Österreichs, bekannte Hotels und

Konditoreien und die prunkvolle Ringstraße, die die Altstadt umgibt. Wien hat seit 1980 auch eine sehr lebendige

und vielfältige Szene entwickelt: mit Lokalvierteln, Kunstgalerien, Kabaretts, Jazzlokalen und Veranstaltungen aller Art.

Viele Touristen kommen im Dezember, wenn die Stadt mit ihren Weihnachtsmärkten, ihrem „Silvesterpfad“ durch die

Altstadt und ihrem „Kaiserball“ aufwarten kann. Die meisten der Wiener Sehenswürdigkeiten sind ganzjährig zu besuchen.

Zu den meistbesuchten Sehenswürdigkeiten zählen der Stephansdom, das Schloss und der Tiergarten Schönbrunn, das

Kunsthistorische Museum, die Hofburg, die Albertina, das Riesenrad sowie das MuseumsQuartier. (siehe auch:

Meistbesuchte Sehenswürdigkeiten Wiens)

Den größten Anteil an den 9,7 Millionen Nächtigungen (2007) haben deutsche Touristen mit 1,9 Millionen, gefolgt von

Österreichern aus den anderen acht Bundesländern (1,7 Millionen), US-Amerikanern (656.000), Italienern (572.000),

Briten (411.000), Spaniern (362.000), Schweizern (inkl. Liechtenstein 282.000), Franzosen (inkl. Monaco 276.000),

Japanern (274.000), Rumänen (230.000), Russen (227.000), Niederländern (ca. 191.000), Griechen (133.000), aus

den arabischen Ländern in Asien (135.000) und Australien (108.000 Nächtigungen). Die Nächtigungen von Gästen aus

Zentral- und Osteuropa und aus den arabischen Ländern in Asien sind in den letzten Jahren stark gestiegen. 2007

verbuchte Wien mit + 3,4 % das beste Ergebnis aller Zeiten (Greater Vienna mit sieben Umlandgemeinden: rund 10,4 Millionen). [6]

Zwischen 1997 und 2007 konnte ein durchschnittliches jährliches Wachstum von 3 % verzeichnet werden. Die Beherbergungskapazität

stieg in den letzten Jahren durch Hotelneubauten deutlich an. Im Mai 2007 (amtliche Erhebung) standen den Gästen 23.485 Zimmer

mit 44.464 Betten zur Verfügung; bis Jahresende wuchs der Bestand auf 24.715 Zimmer mit 46.850 Betten. Bis 2010 wird die

Beherbergungskapazität um mehrere Tausend weitere Betten wachsen.

Im Tourismuskonzept Wien 2010, das 2003 beschlossen wurde, werden für 2010 rund 10 Millionen Gästenächtigungen als Ziel gesetzt;

inzwischen richten sich die Erwartungen wegen des großen Bettenzuwachses bereits auf 10,4–10,6 Millionen. Zum Erreichen dieses

Ziels tragen auch viele internationale Kongresse, Firmentagungen, Belohnungsreisen und allgemeine Geschäftsreisen bei. Mit 147

internationalen Tagungen im Jahr 2006 ist Wien vor Paris und Singapur die beliebteste internationale Kongressstadt der Welt.[7]

 

Medien

Das ORF-Zentrum am Küniglberg im 13. Wiener Gemeindebezirk
Das ORF-Zentrum am Küniglberg im 13. Wiener Gemeindebezirk
Palais Orsini-Rosenberg an der Herrengasse, Zentrale der Tageszeitung Der Standard
Palais Orsini-Rosenberg an der Herrengasse, Zentrale der Tageszeitung Der Standard

 

Wien ist der Hauptsitz zahlreicher Medien jeglicher Gattung. Das größte Unternehmen dieser Art ist die

öffentlich-rechtliche Rundfunkanstalt ORF – inklusive dem Sport- und Wettersender TW1 – mit Sitz am Küniglberg

im 13. Gemeindebezirk und seinen Radioprogrammen Ö1, Ö2, Ö3 und FM4 mit Sitz in der Argentinierstraße im 4. Gemeindebezirk

und an der Heiligenstädter Lände. International über Mittelwelle ausgestrahlt wird Radio 1476, besser bekannt als „Ö1 International“.

Die Filmstudios des ORF, die gelegentlich auch für Fernsehsendungen (wie zum Beispiel die Reality-Show Taxi Orange)

herangezogen werden, befinden sich am Rosenhügel im 23. Gemeindebezirk.

Weitere Fernsehanstalten mit Sitz in Wien sind der österreichweite Privatsender ATV (ehem. ATVplus) und der erst seit 2004

österreichweit unverschlüsselt empfangbare alternative Musiksender gotv, der seine

größte Reichweite daher nach wie vor in Wien erreicht. Seit Juni 2004 ist PULS 4 (ehem. Puls TV) empfangbar, dessen

Sendegebiet bis Anfang 2008 auf Wien beschränkt war. Die im 6. Bezirk ansässige Fernsehanstalt produziert mehrere

österreichspezifische Sendungen, darunter die Nachrichtensendung „Austria Top News“ für ProSieben Austria. Ende 2005

startete unter dem Namen Okto ein nichtkommerzieller Fernsehsender für Wien.

 

Neben den ORF-Radiosendern existieren noch zahlreiche private Radiosender, von denen jedoch nur

ein Teil auch außerhalb Wiens über weitere Studios verfügt oder empfangbar ist. Diese fast

 

ausschließlich auf Pop oder Oldies ausgerichteten Sender sind: „Radio Arabella“, „Antenne Wien“, „KroneHit“,

88.6 – Wir spielen was wir wollen“, der Hörfunksender der Erzdiözese Wien „Radio Stephansdom“ mit klassischer Musik

und der nichtkommerzielle RadiosenderOrange 94.0“.

 

Ein weiterer Radiosender ist „Radio Energy 104.2“, der sich auf Urban-Musik (Black, R&B, …)

spezialisiert hat.

Auch die bedeutendsten österreichweiten Printmedien haben neben den lokalen Zeitungen

ihren Hauptsitz in Wien. Was wöchentlich erscheinende Magazine betrifft, ist die Verlagsgruppe News

 

mit Sitz im 2. Gemeindebezirk am Donaukanal, zu der unter anderen die Magazine „News“, „Profil“, „Format“, „woman“,

E-media“ und „TV-media“ das Monatsmagazin „Trend“ gehören, eindeutiger

Marktführer. Auflagenstärkste Wochenzeitung ist eigenen Angaben zufolge jedoch das Unterhaltungsmagazin

Die ganze Woche“ mit 340.000 Exemplaren österreichweit. Einziges

 

auf Jugendliche spezialisiertes Printmedium ist der wöchentlich erhältliche „Xpress

(vormals „Rennbahn-Express“).

Weitere Monatsmagazine sind Auto Touring (Auflage 1,3 Mio.),

Der Reitwagen (Motorradmagazin), Gewinn, Industriemagazin, Datum – Seiten der Zeit und WCM.

Nur in unregelmäßigen Abständen erscheinen die Wiener Printmedien Malmoe (Zeitung), deScripto

und die Europäische Rundschau.

Die auf ganz Österreich bezogenen Tageszeitungen „Kronen Zeitung“, „Kurier“, „Österreich“, „

Der Standard“ und „Die Presse“ sind ebenfalls in Wien ansässig. Die lokal bedeutendste Zeitung i

st die Wochenzeitung „Falter“. Eine Besonderheit ist die nur in U-Bahn-Stationen erhältliche

GratiszeitungHeute“, die vor allem durch einen hohen Werbeanteil und die höchste Auflage in

 

Wien auffällt. Fachspezifische und österreichweit erhältliche Printmedien mit vergleichsweise geringer Auflage

sind die „Wirtschaftswoche“, das täglich erscheinende „WirtschaftsBlatt“ und „Die Furche“.

 

Zudem existieren noch zahlreiche Printmedien mit minimaler Auflage und thematischer

Spezialisierung auf Themen wie Religion oder Politik (vor allem Parteizeitungen).

Eine ehemals sehr bedeutende Wiener Zeitung, aus der einige sehr erfolgreiche Journalisten

hervorgingen, war die 1889 gegründete und 1991 eingestellte Arbeiter-Zeitung, die sich als

erstes Medium in Wien auch sozialkritischen Themen widmete. Ebenfalls eingestellt wurde,

im Jahr 2000, die im 21. Gemeindebezirk ansässig gewesene BoulevardzeitungTäglich Alles“.

Die bedeutendste Straßenzeitung Wiens ist der Augustin. Eine weitere nennt sich Uhudla.

Beide widmen sich Obdachlosen-spezifischen Themen und werden auch von solchen verkauft.

Auch andere Unternehmen der Medienbranche sind sehr stark auf Wien konzentriert, darunter

einige Werbeagenturen und Unternehmen aus der Filmbranche.

Landwirtschaft

 

16 % der Fläche Wiens werden landwirtschaftlich von rund 900 gärtnerischen und bäuerlichen Betrieben

genutzt. Unter anderem rund 50.000 Tonnen Gemüse werden dadurch jährlich hergestellt, vor allem

Tomaten, Paprika, Gurken, Salat und Radieschen. Anbaugebiete sind etwa die Simmeringer Haide.

Auch der größte österreichische Gemüsevertrieb, die LGV-Frischgemüse, hat ihren Sitz und ihr Hauptlager

in Simmering. Sie versorgt je nach Saison bis zu 70 % Wiens und 56 % Österreichs mit Frischgemüse aus

Wien und Umgebung.[8]

Politik

 

Dr. Michael Häupl (SPÖ) ist seit 1994 Bürgermeister und Landeshauptmann von Wien
Dr. Michael Häupl (SPÖ) ist seit 1994 Bürgermeister und Landeshauptmann von Wien

 

Seit 1919 stellte bei allen freien Wahlen die SPÖ den Bürgermeister; Stadtsenat (das Kollegium der Stadträte)

und Gemeinderat (das Stadtparlament) weisen seit 1919 mit Ausnahme von sehr kurzen

 

Perioden eine absolute Mehrheit der Sozialdemokratischen Partei auf. 1934–1945 fanden

(Ständestaat, NS-Zeit) keine demokratischen Wahlen statt. Amtierender Bürgermeister ist

Michael Häupl. Ausdruck der sozialdemokratischen Politik sind bis heute u. a. die in großer

Zahl von der öffentlichen Hand geschaffenen Gemeindebauten.

Seit der Erhebung Wiens zu einem eigenen Bundesland am 1. Jänner 1922 ist der Wiener

Bürgermeister gleichzeitig Landeshauptmann, der Stadtsenat gleichzeitig Landesregierung, der

Gemeinderat gleichzeitig Landtag. In den Diktaturzeiten 1934–1945 war diese Verfassungsregel nicht in Kraft.

Verwaltet wird die Stadt vom Magistrat der Stadt Wien unter der Leitung des Magistratsdirektors,

der auch Landesamtsdirektor ist und direkt dem Bürgermeister untersteht. Der Magistrat besteht

aus der Magistratsdirektion (strategisch wichtige Bereiche, die dem Magistratsdirektor direkt

unterstehen) und vielen vom Magistratsdirektor zu beaufsichtigenden Magistratsabteilungen.

 

Diese sind zu Geschäftsgruppen zusammengefasst, die politisch jeweils einer/einem amtsführenden

Stadträtin/Stadtrat unterstehen.

 

Darüber hinaus besteht im Sinn der bürgernahen Verwaltung für jeden Gemeindebezirk ein

Magistratisches Bezirksamt, das dem Magistratsdirektor untersteht; in mehreren Fällen teilen

 

sich zwei benachbarte Bezirke ein Bezirksamt. Nur dem Bürgermeister persönlich untersteht

das Kontrollamt der Stadt Wien, das – wie der Rechnungshof im Gesamtstaat – Einschau- und

 

Prüfungsrechte für alle städtischen Dienststellen und Unternehmungen besitzt.

 

Die Wahlberechtigten jedes Gemeindebezirks wählen (gleichzeitig mit dem Gemeinderat) ihre

Bezirksvertretung (die/der einzelne Abgeordnete heißt Bezirksrätin bzw. Bezirksrat), diese die/den

Bezirksvorsteher/in und zwei Stellvertreter/innen. Einige Verwaltungsbereiche der Stadtgemeinde

 

(u. a. bauliche Erhaltung der Pflichtschulen und des lokalen Straßennetzes) und die dazu

bereitgestellten Budgets sind an die Bezirke übertragen worden. Sie entscheiden diesfalls

 

autonom über die Prioritäten des Mitteleinsatzes. Die Durchführung von Maßnahmen nach

den entsprechenden Beschlüssen der Bezirksvertretung obliegt dem Magistrat.

 

Gemeinderat

Gemeinderatswahlen Wien 2005
Gemeinderatswahlen Wien 2005

 

Bei der Gemeinderatswahl vom 23. Oktober 2005[9] ergab sich folgende Stimmen- bzw. Sitzverteilung

im Gemeinderat (100 Sitze sind zu vergeben):

SPÖ49,09 %55 Sitze
ÖVP18,77 %18 Sitze
FPÖ14,83 %13 Sitze
Die Grünen14,63 %14 Sitze
KPÖ1,47 %
BZÖ1,15 %
WiF0,04 %
SLP0,02 %

Da das Wiener Wahlrecht mehrheitsfördernd ist, hat die SPÖ die absolute Mehrheit an Sitzen

im Gemeinderat (55 %), obwohl sie nicht die absolute Stimmenmehrheit (49 %) in Wien hat.

 

Bei den parallel abgehaltenen Bezirksvertretungswahlen konnte sich die SPÖ in 16, die ÖVP

 in fünf und die Grünen in zwei Bezirken durchsetzen. Die ÖVP erlangt die Stimmenmehrheit

 traditionell in den bürgerlichen Wohngegenden in der Innenstadt sowie in den Villengegenden

 

am westlichen Stadtrand. Die Grünen stellen in den kleineren Innenstadtbezirken 7 und 8

den Bezirksvorsteher, erhielten jedoch weniger Stimmen in den Außenbezirken. Die FPÖ konnte

 

vor allem dort höhere Stimmenanteile erreichen.

Die Wahlbeteiligung erreichte 60,81 % (nach 66,58 % 2001) bei der Gemeinderatswahl und

58,5 % bei den Bezirksvertretungswahlen. Erstmals waren 16- und 17-Jährige stimmberechtigt.

Siehe auch: Liste der österreichischen Landeshauptleute, Ergebnisse der Landtagswahlen in Österreich

Kritik

Zur Finanzierung von Infrastrukturprojekten wurde 1998 das U-Bahn-Netz und 2002

die Kanalisation im 21. und 22. Bezirk mittels Cross-Border-Leasing-Vertrag verkauft und wird

seither über eine Laufzeit von 35 Jahren zurückgemietet.[10] Die Stadt Wien sollte dadurch von

einem Steueranreiz in den USA profitieren, doch wurde diese Steuerlücke vor mehreren Jahren

geschlossen und etwaige Ertragsausfälle des Investors müssen von der Stadt getragen werden.

 

Dieses Gesetz sieht zwar mit der „Grandfathering Clause“ vor, dass vor dem 17. September 2003

eingegangene Verträge ihre Gültigkeit behalten sollen, doch verstößt dies gegen WTO-Regelungen

 

und stößt auch auf EU-Widerstand, weshalb diese Regelung modifiziert werden muss.[11]

Internationale Organisationen mit Sitz in Wien

UNO-City an der Donau
UNO-City an der Donau
OSZE Hauptsitz in der Hofburg
OSZE Hauptsitz in der Hofburg
OPEC Hauptquartier am Donaukanal
OPEC Hauptquartier am Donaukanal

 

Wien wurde im Jahre 1979 die dritte UNO-Stadt nach New York und Genf. Zusätzlich ist Wien

Sitz zahlreicher weiterer internationaler Organisationen:

  • Agentur der Europäischen Union für Grundrechte (früher: EUMC – Europäische Stelle
  • zur Beobachtung von Rassismus und Fremdenfeindlichkeit)
  • IPI – Internationales Presseinstitut
  • IKSD – Internationale Kommission zum Schutz der Donau
  • OPEC – Organisation Erdölexportierender Staaten
  • OSZE – Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa
  • UN – Vereinte Nationen
  • IAEO – Internationale Atomenergiebehörde (Friedensnobelpreis 2005)
  • UNIDO – Organisation für industrielle Entwicklung
  • UNODC – Büro für Drogen und Verbrechen
  • UNDCP – Internationales Drogenkontrollprogramm
  • UNHCR – Hoher Flüchtlingskommissar der Vereinten Nationen
  • CTBTO PrepCom Vorbereitende Kommission für die Organisation des Vertrages
  • über das umfassende Verbot von Nuklearversuchen
  • UNCITRAL – Kommission der Vereinten Nationen für internationales Handelsrecht
  • UNOOSA – Büro der Vereinten Nationen für Weltraumfragen
  • UNSCEAR – Komitee der Vereinten Nationen über die Wirkung der atomaren Strahlung
  • UNPA – Postverwaltung der Vereinten Nationen

 

  • OFID – Für internationale Entwicklung von Staaten aus der 3. Welt

Wappen, Flagge und Hymne

Die Symbole Wiens sind im „Gesetz über die Symbole der Bundeshauptstadt Wien“

(Landesgesetzblatt Nr. 10/1998) festgelegt. Das Wiener Wappen zeigt „in einem roten Schild

ein weißes Kreuz“. In einer zweiten Darstellungsform kann das Wappen „auch in Form eines

Brustschildes in der Figur eines schwarzen, golden bewehrten Adlers verwendet werden“.[12]

Das Kreuzschild ist erstmals 1278 auf einem Wiener Pfenning zu sehen und geht vermutlich

auf die Reichssturmfahne zurück.[13] Auch das Siegel der Bundeshauptstadt Wien verwendet

das Wappen Wappen im Brustschild eines Adlers. Als Umschrift findet der Schriftzug

„Bundeshauptstadt Wien“ oder die Bezeichnung der Gemeindeorgane sowie des Landes Wien

Verwendung.

 

Die Wiener Flagge „besteht aus zwei gleich breiten, waagrechten Streifen; der obere ist rot,

der untere ist weiß. Das Verhältnis der Höhe der Flagge zu ihrer Länge ist zwei zu drei.“[12] Die Flagge wurde 1946 eingeführt.[13]

 

Wien verfügt als einziges Bundesland über keine offizielle Landeshymne. Als inoffizielle Hymne gilt der Donauwalzer.

LandeswappenLandeswappen als BrustschildSiegel Landesflagge Landesdienstflagge
LandeswappenLandeswappen als BrustschildSiegelLandesflaggeLandesdienstflagge

Partnerstädte

Blick vom Stephansdom auf die Stadt und bis zum Kahlenberg und Wienerwald
Blick vom Stephansdom auf die Stadt und bis zum Kahlenberg und Wienerwald
Kohlmarkt im 1. Bezirk mit Blick auf den Michaelertrakt der Hofburg
Kohlmarkt im 1. Bezirk mit Blick auf den Michaelertrakt der Hofburg
Blick über den Alsergrund (9. Bezirk) von Seiten des Währinger Gürtels
Blick über den Alsergrund (9. Bezirk) von Seiten des Währinger Gürtels
Mariahilfer Straße zwischen 6. und 7. Bezirk
Mariahilfer Straße zwischen 6. und 7. Bezirk

Wien unterhält Städtepartnerschaften mit folgenden Städten:

StadtLandseit
BudapestUngarn Ungarn1990
MoskauRussland Russland1991
KiewUkraine Ukraine1991
PressburgSlowakei Slowakei1993, erneuert 2003
ZagrebKroatien Kroatien1994
WarschauPolen Polen2001
BelgradSerbien Serbien2003
Tel AvivIsrael Israel2005
BrünnTschechien Tschechien 

Partnerschaften mit japanischen Bezirken

 

Außerdem bestehen Partnerschaften zwischen einzelnen Wiener Bezirken und folgenden

japanischen Städten/Bezirken:

 

 

Die Josefstadt (Wien 8) bildet gemeinsam mit den gleichnamigen Bezirken Józsefváros in Budapest (Ungarn)

und Josephstadt in Timişoara (Rumänien) den Bund der Josefstädte.

 

Partnerschaften mit chinesischen Bezirken

 

Es bestehen folgende Partnerschaften zwischen Wiener Bezirken und chinesischen Provinzen,

Städten und Bezirken:

 

 

Wien in Übersee und in anderen Sprachen

Ortsnamen in Übersee

In den Vereinigten Staaten und in Kanada existieren einige Siedlungen, die die deutsche

oder englische Bezeichnung

von Wien im Namen tragen. Dies ist in vielen Fällen wohl auf Auswanderer zurückzuführen,

die ihre neuen Siedlungen

 

nach ihrem Herkunftsort benannten.

  • Wien gibt es in Missouri und Wisconsin
  • Vienna gibt es in Georgia, Illinois, Louisiana, Maine, Maryland, Missouri, New York, Ontario (Kanada),
  • South Dakota, Texas, Virginia, Wisconsin, West Virginia,
  • New Vienna gibt es in Iowa und Ohio
  • South Vienna gibt es in Ohio

Vienna als Vorname

 

In den Vereinigten Staaten ist Vienna auch als weiblicher Vorname in Gebrauch; Beispiel: die bekannte

Musikerin Vienna Teng aus Kalifornien.

 

Namen Wiens in anderen Sprachen

 

Wien gehört zu jenen alten Städten, für die in vielen Sprachen eigene Namen bestehen. Im Holländischen ist

Wenen gebräuchlich. In England, Italien, Spanien, Portugal usw. ist Wien als Vien(n)a bekannt, in Frankreich

als Vienne (dort mit der Beifügung Autriche zur Vermeidung der Verwechslung mit der Stadt und dem Département

in Frankreich selbst).

Auf den ersten Blick ungewöhnlich sind das ungarische Bécs bzw. das kroatische Béc, ebenso scheint die slowenische

Bezeichnung für Wien, Dunaj, auf die Donau zu verweisen, die aber auf Slowenisch Donave heißt. Auf Tschechisch heißt

die Stadt Videň, auf Slowakisch Viedeň, auf Polnisch Wiedeń. In lateinischen Urkunden wird Wien (etwa auf Promotionsurkunden

der Universitas Vindobonensis) mit seinem altrömischen Namen Vindobona bezeichnet.

Einzelnachweise

 

  1. Statistik des Bevölkerungsstandes, Statistik Austria
  2. Quality of Living Survey, Mercer Human Resource Consulting
  3. Hochhauskonzept 2001, Magistrat der Stadt Wien, MA 41
  4. epp.eurostat.ec.europa.eu: Eurostat News Release 63/2006: Regional GDP per inhabitant in the EU 25 (PDF), 23. Mai 2006
  5. Wien fünftreichste Region der EU, Der Standard, 19. Februar 2007
  6. B2B-Website des WienTourismus
  7. Wien bleibt beliebteste Kongress-Stadt, Der Standard, 3. Mai 2007
  8. www.wien.gv.at, Rathauskorrespondenz, 16. April 2007
  9. Wahlergebnisse Gemeinderatswahl 2005, Webservice der Stadt Wien, abgerufen am 29. Jänner 2007
  10. 27. Sitzung des Wiener Gemeinderates am 23. April 2003, Postnummer 48, wörtliches Protokoll, Seite 25 ff
  11. trade-info.cec.eu.int – Mitteilung der Generaldirektion für Handel der Europäischen Kommission,
  12. Brüssel, 13. Februar 2006
  13. a b Stadt Wien – Landesgetzblatt für Wien, Nr. 10/1998
  14. a b Karl-Heinz Hesmer: Flaggen und Wappen der Welt. S. 122

 

Literatur

  • Jean-Paul Bled: Wien. Residenz, Metropole, Hauptstadt. Böhlau, Wien 2002, ISBN 3-205-99077-3
  • Christian Brandstätter u. a.: Stadtchronik Wien. 2000 Jahre in Daten, Dokumenten und Bildern.
  • Brandstätter, Wien und München 1986, ISBN 3-85447-229-3
  • Felix Czeike: Historisches Lexikon der Stadt Wien. 5 Bände. Wien 1997
  • Alexander Glück, Marcello La Speranza, Peter Ryborz: Unter Wien – Auf den Spuren des D
  • ritten Mannes durch Kanäle, Grüfte und Kasematten. Christoph Links Verlag, Berlin 2001, ISBN 3-86153-238-7
  • Wilhelm Hebenstreit: Der Fremde in Wien; und Der Wiener in der Heimath. 4. Auflage. Armbruster, Wien 1840,
  • Digitalisat als PDF (Reiseführer von 1840)
  • Willy Puchner, Wien. Vergnügen und Melancholie, Wien 2008, ISBN 3-85033-159-8
  • Johannes Sachslehner: Wien – Eine Geschichte der Stadt. Pichler Verlag, Wien-Graz-Klagenfurt 2006, ISBN 3-85431-399-3
  • Die österreichisch-ungarische Monarchie in Wort und Bild. Band 1. Wien und Niederösterreich.
  • 1. Abtheilung: Wien. (= Teil des sogenannten Kronprinzenwerks). K. k. Hof- und Staatsdruckerei, Wien 1886, Digitalisat
  • Fundort Wien. Berichte zur Archäologie Bd. 1 / 98 ff., ISBN 3-9500492-2-3

Siehe auch

 

Portal
 Portal: Wien – Übersicht zu Wikipedia-Inhalten zum Thema Wien

 

Weblinks

 

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